Wirtschaft : Contigas und Thüga vor Fusion: Töchter der Eon ordnen ihre Beteiligungen neu

Nach der Fusion von Veba und Viag ordnen die unmittelbar vor dem Zusammenschluss stehenden Energietöchter Preussenelektra und Bayernwerk ihre Beteiligungen neu. Die beiden stark im Gasgeschäft engagierten Münchner Energiegesellschaften Thüga AG (Preussenelektra) und Contigas (Bayernwerk) sollen fusionieren. Dafür haben sich nach Angaben der Thüga und Contigas vom Freitag die Aufsichtsräte der beiden Gesellschaften ausgesprochen. Die Vorstände seien beauftragt worden, bis zum Jahresende ein Konzept für die Zusammenführung vorzulegen.

An der Thüga ist die Preussenelektra AG, Hannover, mit 55 Prozent der größte Anteilseigner, die Bayerische Landesbank hält 27 Prozent. Contigas wird von der Bayernwerk AG, München, beherrscht. Preussenelektra und Bayernwerk stehen unmittelbar vor dem Zusammenschluss zur Eon Energie AG, nachdem die Fusion der Veba und der Viag zur Eon erst jüngst abgeschlossen wurde.

Thüga-Vorstandschef Dieter Nagel sagte am Freitag in München auf der Hauptversammlung, "eine Zusammenführung der Münchner Unternehmen, die beide seit über 130 Jahren eine ähnliche Unternehmenspolitik betreiben, führt zu einer Klärung der Marktpositionen." Beschlussreif werde die Fusion aber erst zu den nächsten Aktionärsversammlungen von Contigas und Thüga im Jahre 2001.

Thüga ist an über 50 Energieversorgern in Deutschland als Minderheitsgegsellschaft engagiert. Mit ihrem Minderheitsmodell habe die Gesellschaft bei den Stadtwerken, die im liberalisierten Strommarkt einen starken Partner suchten, einen Nachfrageboom ausgelöst, erklärte Nagel. 1999 erreichte die Thüga-Gruppe 11,8 Milliarden Mark Umsatz. Die Contigas-Gruppe, zu der auch die Regionalversorger Obag (Regensburg) und EVO Energieversorgung Oberfranken (Bayreuth) gehören, wies 1999 einen Umsatz von 4,5 Milliarden DM aus.

Die Contigas Deutsche Energie-AG hält Beteiligungen an rund 50 Stadtwerken in ganz Deutschland, auch in Oberitalien. Bei den eigenen Betrieben mit 330 Beschäftigten lag der Umsatz 1999 bei 355 Millionen Mark. Der Gewinn stieg von 79 auf 103 Millionen Mark.

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