• Daimler-Chrysler erwägt höheren Anteil an Hyundai Koreanischer Partner profitabel Rückschlag bei Mitsubishi

Wirtschaft : Daimler-Chrysler erwägt höheren Anteil an Hyundai Koreanischer Partner profitabel Rückschlag bei Mitsubishi

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Frankfurt (Main) (hz/HB). DaimlerChrysler will das Engagement in Asien möglicherweise bald forcieren. Seit wenigen Wochen hat der deutsch-amerikanische Konzern die Option, seine Anteile am koreanischen Partner Hyundai und der japanischen Mitsubishi aufzustocken. Doch nach Angaben aus Unternehmenskreisen werde Stuttgart die Möglichkeit in nächster Zeit nur bei den Koreanern prüfen. „Hyundai werden wir uns demnächst anschauen“, sagte ein hochrangiger Manager des Konzerns am Rande der IAA. Mitsubishi sei dagegen vorerst kein Thema.

Daimler-Chrysler würde damit seine Position in Fernost weiter ausbauen. In Asien muss der Konzern dringend wachsen. 25 Prozent des Konzernumsatzes sollen in einigen Jahren aus Asien kommen, derzeit liegt die Quote noch im einstelligen Prozentbereich. „Wenn Daimler in Asien wachsen will, müssen sie wohl den Anteil an Hyundai erhöhen“, meinte ein Auto-Analyst. Eine Aufstockung um fünf Prozent sei allerdings „keine große Sache“.

Bislang hält Daimler-Chrysler 10,5 Prozent an der Hyundai Motor Group und verfügt seit Anfang des Monats über die Möglichkeit, die Beteiligung weiter aufstocken. Hyundai hat sich zu einem lohnenden Investment für die Stuttgarter entwickelt. Vor allem ein kräftiges Exportwachstum verhalf dem Hyundai-Konzern im zweiten Quartal zu einem Gewinnsprung um 86 Prozent auf rund 428 Millionen Euro netto. An der Mitsubishi Motors Corporation hält Daimler-Chrysler rund 37,1 Prozent. Im Gegensatz zu den hochprofitablen Koreanern schleppt Mitsubishi-Chef Rolf Eckrodt aber noch immer einen immensen Schuldenberg von rund sechs Milliarden Euro vor sich her. Eine rasche Übernahme der Japaner würde das Rating des Stuttgarter Autokonzerns verderben, da Daimler-Chrysler den hochverschuldete Hersteller in der Konzernbilanz konsolidieren müsste.

Konzernchef Jürgen Schrempp hat deshalb längst intern klar gemacht, dass weitere Schritte bei Mitsubishi erst anstehen, wenn deren „Bilanz und operatives Ergebnis okay sind“. Doch im laufenden Jahr wird Mitsubishi wegen fauler Kredite in Nordamerika hinter seinen Gewinnzielen zurückbleiben.

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