Wirtschaft : Damenmode: Escada trotz roter Zahlen optimistisch

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Deutschlands führender Damenmode-Konzern Escada AG, Aschheim, blickt trotz roter Zahlen zuversichtlich in die Zukunft. Im traditionell starken vierten Quartal wolle man noch kräftig aufholen und so im laufenden Geschäftsjahr 1999/2000 (31. Oktober) trotz eines millionenteuren Restrukturierungsprogramms ein "leicht positives" Vorsteuer-Ergebnis (EBIT) erzielen, sagte Escada-Finanzvorstand Georg Kellinghusen. Die Restrukturierung des Konzerns greife bereits und habe auch schon zu zweistelligen Wachstumsraten beim Betriebsergebnis geführt. Die Auftragslage ist ebenfalls viel versprechend: Das Volumen für die Herbst / Winter-Kollektion liegt um 15 Prozent über dem Vorjahreswert, und für Frühjahr und Sommer 2001 wird ein zweistelliges Plus erwartet.

In den ersten neun Monaten 2000 war bei dem Modekonzern vor Steuern noch ein Verlust von 43 Millionen Mark angefallen. Verantwortlich dafür waren außerordentliche Belastungen in Höhe von 51 Millionen Mark - den größten Anteil daran hatten eine Wertberichtigung auf Forderungen mit 17 Millionen Mark und Garantieleistungen für die verkaufte Blusen-Tochter Kurt Neumann GmbH mit 13 Millionen Mark.

Dennoch stieg das operative Betriebsergebnis in den ersten neun Monaten um 22,1 Prozent auf 30,4 Millionen Mark. Im Kerngeschäft verzeichnet die Escada AG derzeit sogar eine rege Nachfrage. Der Umsatz im Konzern legte in den ersten neun Monaten um 2,4 Prozent auf 1,07 Milliarden Mark (550 Millionen Euro) zu. Bereinigt um den Verkauf Neumanns liege das Plus bei 7,7 Prozent, sagte Kellinghusen. Die Marke Escada konnte die Erlöse in den Märkten USA und Asien überproportional um insgesamt 13 Prozent steigern. "Das Wachstum, das wir erzielt haben, ist vor dem Hintergrund hart umkämpfter Märkte um so erfreulicher. Wir sehen damit die hohe Akzeptanz unserer Produktlinien bestätigt", sagte Kellinghusen. Die gute Auftragslage deute darauf hin, dass sich der Trend fortsetze. Der Finanzvorstand kündigte an, die Bereinigung des Portfolios fortzusetzen. Derzeit werde ein Partner für die Primera AG gesucht.

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