Dark Pools : Deutsche Bank und UBS wegen Hochfrequenzhandel im Visier

Sowohl die Deutsche Bank als auch die UBS räumen nun ein, dass sie von Untersuchungen der US-Behörden betroffen sind.

Alexander Hübner
Die Deutsche Bank in Frankfurt betreibt "Dark Pools" auf denen Käufer und Verkäufer ihre Orders nicht publik machen müssen, bevor sie ein Geschäft abgeschlossen haben
Die Deutsche Bank in Frankfurt betreibt "Dark Pools" auf denen Käufer und Verkäufer ihre Orders nicht publik machen müssen, bevor...Foto: dpa

Die Deutsche Bank und die UBS stehen nach eigenen Angaben im Visier der Aufsichtsbehörden wegen ihrer Rolle im Hochfrequenzhandel. Die Deutsche Bank sprach in ihrem Quartalsbericht von "Auskunftsersuchen" verschiedener Behörden und kündigte Kooperationsbereitschaft an. Sie sei auch von einer Sammelklage betroffen, die mehreren Banken Verstöße gegen die US-Wertpapiergesetze vorwirft.

Die schweizerische UBS berichtete am Dienstag von Untersuchungen der US-Behörden zu sogenannten "Dark Pools" und einer Sammelklage dazu. Bisher hatten Analysten nur spekuliert, dass die beiden Institute in die Ermittlungen verwickelt sein könnten.

Barclays wurde bereits verklagt

Ende Juni war bekannt geworden, dass die USA die britische Großbank Barclays verklagen, weil sie Investoren in den "Dark Pools" systematisch hinters Licht geführt haben soll. Das Institut habe Kunden mit falschen Informationen auf seine Handelsplattform gelockt, wo ihnen Hochfrequenzhändler dann Geld abgeluchst hätten. Außerdem habe die Bank fast alle Handelsgeschäfte über diese Plattform abgewickelt, um möglichst viel zu verdienen, dabei hätten Barclays-Kunden an anderen Börsen womöglich bessere Preise erzielt.

"Dark Pools" sind von Banken wie Barclays und der Deutschen Bank betriebene anonyme Handelsplattformen, auf denen Käufer und Verkäufer ihre Orders nicht publik machen müssen, bevor sie ein Geschäft abgeschlossen haben. Genutzt werden "Dark Pools" besonders von institutionellen Investoren, die große Aktienpakete unbemerkt kaufen oder verkaufen wollen. Reuters

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