Wirtschaft : Dem Dax gelingt ein starkes Finale

Veronika Csizi

Zinsen, Zinsen, Zinsen:  Auch im Juni dominierte die Diskussion um eine Erhöhung der Leitzinsen in den USA das Marktgeschehen. Der Dax klebte bei geringen Umsätzen den ganzen Monat in einer engen Handelsspanne um die Marke von 4000 Punkten. Erst gegen Monatsende setzte sich bei den Anlegern die Ansicht durch, eine kleine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte sei bereits in den Kursen verdaut. Zudem lockte der Ausbruch über die charttechnisch wichtige Marke von 4030/4040 Punkten mutige Käufer, die  den deutschen Standardwerte-Index bis Mittwochmittag auf rund 4080 Punkte hoben. Unter dem Strich steht damit im Juni ein Plus von über vier Prozent.

Allen Gerüchten über eine Gewinnwarnung zum Trotz setzte sich die Commerzbank mit einem Plus von 9,1 Prozent an die Spitze der deutschen Standardwerte, gefolgt von der Post AG und der Münchener Rück. Zurück auf die Orderlisten kam die Post aber erst, nachdem das Tauziehen zwischen Banken und Unternehmen um den Emissionspreis der Postbank entschieden und der Börsengang erfolgreich abgeschlossen war. Die Belohnung des Marktes: ein Plus von 7,9 Prozent. Anstoß für die neue Kauflaune bei der Münchener Rück war vor allem die Hauptversammlung, auf der Konzernchef Nikolaus von Bomhard seine ambitionierten Prognosen für das laufende Geschäftsjahr bestätigte. Das Papier schaffte damit ein Plus von knapp acht Prozent.

Ihren sehr stabilen Aufwärtstrend haben auch die beiden Dax-Versorger weiter fortgesetzt. Eon erklomm fast im Tagesrhythmus neue Jahreshochs, zuletzt bis auf knapp 60 Euro (plus 4,9 Prozent), RWE legte um knapp sieben Prozent zu. Beide profitierten von der positiven Entwicklung der Strom-Großhandelspreise und von Kaufempfehlungen.

Altana dagegen schaffte es im Juni nicht,  die Schwelle von 54 Euro nach oben zu durchbrechen. Verkäufe entmutigter Anleger, die sich auf ein Monatsminus von 7,3 Prozent summierten, waren die Folge. Auch die Metro AG zählt zu den Schlusslichtern im Dax. Zu Monatsbeginn noch auf einem Jahreshoch über 41 Euro, bröckelte der Handelskonzern bis Ende Juni um 3,4 Prozent. Auch positive Nachrichten – wie die von der Gesellschaft für Konsumforschung registrierteVerbesserung des Konsumklimas – konnten die Anleger nicht umstimmen.

Die Lufthansa versuchte  erst in der letzten Handelswoche des Junis wieder durchzustarten. Dank guter Fundamentaldaten und starker Käufe in den vergangenen Tagen legte die Aktie noch um 1,0 Prozent zu .

Dagegen hat die Hypo-Vereinsbank von ihrer um 60 Prozent stärkeren Gewichtung im Dax profitiert: Nach der Schwächephase der deutschen Finanzwerte im Mai legte die Hypo im Juni wieder ein Plus von 5,1 Prozent aufs Parkett.

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