Wirtschaft : Den Effizienzverlust gering halten

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Grundsätzlich ist jede Steuer wachstumshemmend. Denn Steuern bewirken eine wirtschaftliche Verzerrung und damit einen Effizienzverlust . Ein Beispiel: Würde eine Steuer auf Kartoffeln erhoben, müsste der Verbraucher auf sie verzichten oder hätte für anderen Produkte weniger Geld zur Verfügung – der Wirtschaftskreislauf ist gestört. Ähnlich ist es bei den Sozialabgaben . Dennoch muss es Steuern und Abgaben geben: Schließlich finanziert der Staat damit Aufgaben, die Privatleute nicht übernehmen können. „Es kommt aber darauf an, Steuern zu finden, deren Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen möglichst gering ist“, erklärt Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Dabei gilt: Indirekte Steuern wie die Mehrwertsteuer wirken weniger verzerrend als direkte Steuern wie die Lohnsteuer. Denn während direkte Steuern überproportional steigen, wenn das Einkommen wächst, bleibt der Satz der indirekten Steuern immer gleich – egal, wie viel Brot oder Benzin man kauft. Bach fordert deshalb Reformen des Steuersystems. „Die Steuern müssen gleichmäßiger werden, Steuervergünstigungen müssen gestrichen werden.“ Auch eine Umschichtung von direkten zu indirekten Steuern könnte zu mehr Wachstum führen. Ähnlich ist es bei den Sozialabgaben: Entkoppelt man sie von den Arbeitskosten, etwa über eine Kopfpauschale , würde das den Faktor Arbeit entlasten – und damit Wachstumskräfte frei machen. awm

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