Wirtschaft : DER ANLAGETIP

Aktien oder Festverzinsliche? Fonds oder Sparbriefe? Alles auf eine Karte setzen oder das Vermögen streuen und langfristig sichern? Den Anlagetip in dieser Woche gibt Oliver Börgemann, Abteilungsdirektor in der Landesbank Berlin, Bereich Wertpapieranlagen.

TAGESSPIEGEL: Wie können Beiträge zwischen 1000 DM und 10 000 DM gewinnbringend angelegt werden?

BÖRGEMANN: Vor jeder Anlageentscheidung stellt sich die Frage nach den Bedürfnissen und Zielen des Kunden.Empfehlenswert ist daher im ersten Schritt ein Vermögens- und Vorsorge-Check mit dem Berater der Sparkasse beziehungsweise der Bank.Unter Berücksichtung der Risikomentalität kann dann bei der Anlage der optimale Mix aus Geldwerten (beispielsweise verzinsliche Anlagen), Substanzwerten (etwa bei Aktienfonds) und Sachwerten (zum Beispiel bei Immobilienfonds) festgelegt werden - mit dem Ziel, die Kriterien Sicherheit, Rendite, Verfügbarkeit und gegebenenfalls Steueroptimierung in Einklang zu bringen.

Aus Gründen der Risikostreuung bietet sich bei den genannten Anlagehöhen die Realisierung via Investmentfonds an, unter dem Vorsorgeaspekt möglichst mit Vereinbarung regelmäßiger monatlicher Einzahlungen auf ein DekaBank Depot.

TAGESSPIEGEL: Was sollte ein Anleger tun, der einen Betrag zwischen 50 000 und 100 000 DM zur Verfügung hat?

BÖRGEMANN: Unabhängig von der Anlagehöhe gelten hier im wesentlichen die gleichen Kriterien für eine Kapitalanlage.Da jedoch womöglich das Motiv der Steueroptimierung an Bedeutung gewinnt, sollten unter längerfristigen Gesichtspunkten die Aktienanlage (Direktanlage und auch zum Beispiel der europaweit investierende Aktienfonds AriDeka) und Immobilienfondsanlagen stärker gewichtet werden.

Die LBB wird in diesem Jahr letztmalig die Klassiker der geschlossenen Immobilienfonds anbieten.Der LBB Fonds 12 bietet eine steuerlich wirksame Verlustzuweisung von etwa 70 Prozent, Ausschüttungen von 5,5 Prozent bis sieben Prozent sowie ein umfangreiches Sicherheitspaket.

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