• Der Berliner Konzern legt mit neuen Aktivitäten weiter zu - Überschuss im ersten Halbjahr um zwölf Prozent gestiegen

Wirtschaft : Der Berliner Konzern legt mit neuen Aktivitäten weiter zu - Überschuss im ersten Halbjahr um zwölf Prozent gestiegen

Der Axel Springer Verlag, Berlin, hat im ersten Halbjahr an das gute Vorjahresergebnis angeknüpft. Das operative Konzernergebnis erreichte 232 Mill. DM und lag damit trotz erheblicher Marktinvestitionen und Anlaufkosten für neue Aktivitäten über dem Vorjahreswert von 227 Mill. DM, teilte der Verlag am Dienstag mit. Der Konzern-Jahresüberschuss stieg um 11,7 Prozent auf 144 Mill. DM. Der Vorstand gehe davon aus, dass sich diese erfreuliche Entwicklung im zweiten Halbjahr fortsetzen werde, hieß es. Trotz hoher Investitionen hätten die liquiden Mittel zum 30. Juni mit 762 Mill. DM auf Vorjahresniveau gelegen. Die langfristigen Verbindlichkeiten betrugen 186 Mill. DM und damit 17 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die Erlöse erhöhten sich um acht Prozent auf 2,496 Mrd. DM. Zu diesem Anstieg trugen die neuen Aktivitäten mit 5,5 Prozent bei. Der Zuwachs habe trotz der verschärften Konkurrenzsituation auf dem Berliner Markt erzielt werden können, betonte der Vorstand.

Der Verlag beschäftigte in den ersten sechs Monaten durchschnittlich 12 382 Mitarbeiter (Vorjahr: 12 024). Investiert wurden 133 (122) Mill. DM. Ein Schwerpunkt lag im Neubau der durch einen Brandanschlag zerstörten Druckerei in Essen-Kettwig. Weitere Investitionsschwerpunkte waren der Anteils-Erwerb der in Los Angeles ansässigen TV-Produktionsfirma GRB Entertainment, des rumänischen Zeitschriftenverlages Axel Springer Editura SRL sowie die Gründung des Internet-Buchshops Booxtra GmbH & Co. KG.

Zur Umsatzausweitung trugen die Zeitungen mit einer Steigerung von 4,3 Prozent auf 1,43 Mrd. DM bei. Bei den Zeitschriften erhöhte sich der Umsatz um 5,7 Prozent auf 651 Mill. DM. Die übrigen Erlöse stiegen um 28 Prozent auf 419 Mill. DM. Der darin enthaltene Buchumsatz expandierte um 53 Mill. auf 73 Mill. DM - eine Folge der Übernahme der Econ + List Verlagsgruppe, München. Die ebenso enthaltenen Umsatzerlöse der Elektronischen Medien legten um 29 Mill. auf 72 Mill. DM zu. Dies sei im Wesentlichen auf den Start eigener Fernsehproduktionen und den Zukauf der Fernsehproduktionsgesellschaft Schwartzkopff TV zurückzuführen.

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