Wirtschaft : Der Konzern setzt auf stärkeren lokalen Bezug

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Der Getränkekonzern Coca Cola tritt mit einer veränderten weltweiten Marketingstrategie an: "Think locally, act locally" - "Denke lokal und handle lokal" heißt es von sofort an in Abwandlung des sonst bei globalen Marken geltenden Leitspruchs "Denke global, handle lokal".

Auch David J. Haines, stellvertretender Geschäftsführer der Coca Cola GmbH in Essen, saß mit im international besetzten Team, das die "neue Ära für die Kultmarke" vorbereitet hat. Die Wachstumsmöglichkeiten seien noch "ungeheuer", ist sich Haines sicher: "Gemessen am täglichen Flüssigkeitsverbrauch eines Menschen hat Coca Cola erst einen Anteil von vier bis sieben Prozent". Während in den vergangenen sieben Jahren unter dem Motto "Always" vor allem sehr emotional geworben wurde, hat das Unternehmen nun vor, stärker den Nutzen von Coca Cola herauszustellen. Wobei man natürlich auch die gefühlsmäßige Ansprache der Konsumenten nicht zu kurz kommen lassen will. "Erfrischung, Coca Cola als vertrautes und geschätztes Alltagserlebnis, eine Marke die Menschen verbindet und zugleich den Alltag einen Moment lang vergessen lässt", so umschreibt Haines die Werbebotschaft, die fortan international verkündet wird. Mehr lokale Kompetenz schließt dabei aber nicht aus, dass der Konzern weltweit mit dem englischen Motto "Enjoy" agiert. Zu lokal könne man mit einer internationale Marken auch nicht werden, meint Haines.

In Deutschland will Coca Cola künftig stärker in die eher regional ausgerichteten Werbemedien Kino, Funk und Plakat investieren. Und mit dem Kunden soll Kontakt aufgenommen werden - über die neu gestaltete Website und eine Telefonhotline, für die das Unternehmen hier zu Lande erstmals ein Callcenter eingerichtet hat, betont Haines.

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