Wirtschaft : Der neue US-Präsident: Steuersenkung wird knapper ausfallen

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Jeder Amerikaner soll wieder mehr von seinem Geld behalten dürfen. Der Republikaner George W. Bush hat in seinem Wahlkampf ein ehrgeiziges Programm zur Steuersenkung versprochen: Die US-Bürger sollen in den kommenden zehn Jahren insgesamt rund 1,3 Billionen Dollar weniger Steuern zahlen. Ob es tatsächlich dazu kommen wird, ist unter Beobachtern allerdings umstritten, denn die Republikaner haben im Kongress nur eine knappe Mehrheit erhalten. Die Demokraten werden im Kongress kaum zustimmen, wenn es darum geht, den Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer von 37 auf 33 Prozent zu senken und damit die Reichen noch reicher zu machen, wie Gore Bush im Wahlkampf immer vorgeworfen hat. Andererseits sieht das Steuersenkungs-Programm von Bush auch eine Senkung des Eingangssteuersatzes von 15 auf zehn Prozent vor. Demokraten werden Steuersenkungen auch dann nicht ablehnen, sollte die US-Konjunktur einen Impuls durch niedrigere Steuern gebrauchen können. Beobachter rechnen deshalb über die Jahre mit Steuersenkungen in Höhe von 500 Milliarden Dollar. Die Reform selbst dürfte aber nicht vor 2002 in Kraft treten.

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