Wirtschaft : Der Preis-Wettbewerb unter den Anbietern ist jetzt noch schärfer

Der verschärfte Preiskampf der Telefonanbieter entlastet die Geldbeutel der Verbraucher spürbar. Im Jahresdurchschnitt lagen die Preise für Telefondienstleistungen 1999 um 11,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Nachdem die Tarife für Mobilfunk seit Jahren bröckeln, breitet sich dieser Trend nun erstmals auch auf das Festnetz aus. Die Preise für das mobile Telefonieren fielen 1999 um 20,5 Prozent. Im Festnetz gaben die Tarife um 10,9 Prozent nach. Dies berichtete das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden.

Für die Lebenshaltungskosten der privaten Haushalte schafft das Telefonieren damit ein Gegengewicht zum drastischen Anstieg der Heizöl- und Benzinpreise. Heizöl war im Dezember rund 65 Prozent, Kraftstoff rund 23 Prozent teurer als vor einem Jahr. Die Verbraucherpreise insgesamt sind 1999 durchschnittlich nur um 0,6 Prozent gestiegen. Für diesen extrem moderaten Anstieg gelten - neben Nahrungsmitteln - die Telefondienstleistungen als wichtigster Faktor.

Die Preise für Mobilfunk haben sich seit 1995 mehr als halbiert. Der neue Preisrutsch im Festnetz geht nun vor allem auf die harte Konkurrenz bei Fern- und Auslandsgesprächen zurück. "Für den durchschnittlichen Privathaushalt haben sich infolgedessen 1999 gegenüber 1998 Inlandsferngespräche um 41,2 Prozent und Auslandsgespräche um 15,5 Prozent verbilligt."

Unterdessen machte die Verbraucher-Zentrale Brandenburg darauf aufmerksam, dass sich mit der richtigen Netzvorwahl bei Telefonaten bis zu 75 Prozent der Kosten sparen lassen. Ein Fünf-Minuten-Gespräch von Potsdam nach Düsseldorf oder Leipzig koste werktags je nach Anbieter zwischen 45 Pfennig und 1,80 Mark.

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