Wirtschaft : Der Technologiekonzern gerät noch tiefer in die Verlustzone

Der Thüringer Technologiekonzern Jenoptik hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23,4 Prozent auf 1,282 Mrd. DM (656 Mill. Euro) gesteigert. Dennoch weist das Betriebsergebnis einen Verlust von 18,6 Mill. DM (9,5 Mill. Euro) auf, fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum (minus 9,7 Mill. DM), wie Vorstandsvorsitzender Lothar Späth am Mittwoch in Jena bekannt gab. Wie der Umsatz habe sich auch der Auftragseingang sehr positiv entwickelt, erklärte Späth. Allerdings sei das Ergebnis im ersten Halbjahr noch geprägt durch Verluste der Geschäftsbereiche Automatisierungstechnik und Jenoptik Infab.

Späth betonte, dass die Zahlen aus dem ersten Halbjahr nicht charakteristisch für das Gesamtjahr sein würden. Der im Juli angekündigte Konzernumbau, zu dem der Verkauf des größten Verlustbringers, des Bereichs Telekommunikation, gehöre, mache sich wirtschaftlich erst im zweiten Halbjahr bemerkbar. Der Umbau solle bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. "Mit der Konzentration auf die zwei Unternehmensbereiche Clean Systems (Reinraumtechnik) und Photonics (Lasertechnologie) und den Lösungen für die Verlustbringer haben wir die Voraussetzungen geschaffen, dass sich der Konzern erfolgreich weiterentwickeln wird", meinte Späth. Er sagte voraus, dass der positive Trend bei Umsatz und Auftragseingang im zweiten Halbjahr anhalten werde.

0 Kommentare

Neuester Kommentar