Wirtschaft : Deutsche Bahn: Neue Billigtickets sind möglich

Konzern könnte mit Sonderaktionen auf Billigflieger reagieren

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Berlin (hop). Der aktuellen Billigaktion der Deutschen Bahn bei ihren Nachtzügen dürften bald ähnliche im normalen Personenfernverkehr folgen. Ein Bahnsprecher sagte dem Tagesspiegel am Freitag: „Die Möglichkeit besteht. Im neuen Preissystem sind Sonderangebote zu schaffen.“ Damit könnte die Bahn zum Beispiel auf die zunehmende Konkurrenz durch Billigflieger reagieren. „Unsere Konkurrenten sollten sich nicht zu sicher fühlen“, sagte der BahnSprecher. Die Bahn wolle ihre Kunden gerade nach der Einführung des neuen Preissystems zwar nicht verwirren. „Aber wir sind auch in der Anfangsphase in der Lage, kurzfristig zu reagieren.“

Die Bahn hatte erst vor knapp zwei Monaten ein komplett neues Preissystem eingeführt und trotz massiver Kritik von Fahrgastverbänden Änderungen abgelehnt. Ziel des neuen Systems ist es, die Tarife übersichtlicher zu gestalten und mehr Kunden zu gewinnen. Nach dem neuen System sind vor allem längere Strecken billiger geworden, da die Bahn einer immer größeren Konkurrenz durch Billigflieger gegenübersteht. Außerdem gewährt die Bahn Frühbuchern einen besonderen Rabatt.

Das scheint aber nun nicht auszureichen. Denn eine Reihe von Billigfliegern bietet bereits auf innerdeutschen Flügen einen Teil ihrer Sitze zu billigeren Preisen an als die Bahn mit ihren gerade eingeführten günstigsten Fahrscheinen, den so genannten „Plan & Spar“-Tickets. So kostet der günstigste Flug von Berlin nach Köln mit Germanwings 19 Euro. Der Konkurrent Hapag-Lloyd-Express ist mit 19,99 Euro kaum teurer. Der Großteil der verkauften Tickets kostet zwar wesentlich mehr. Von den meisten Verbrauchern werden aber vor allem die Sonderpreise wahrgenommen.

Nach ähnlichem Muster verfährt die Bahn zurzeit bei ihren Nachtzügen. Bis zum 28. Februar können Bahnkunden für 19 Euro deutschlandweit in Nachtzügen fahren, wobei Tickets allerdings nicht erstattet oder umgetauscht werden können.

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