Wirtschaft : Deutsche Bahn: Werksschließungen verschoben

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Die Deutsche Bahn hat die umstrittene Entscheidung über die Schließung von vier großen Instandhaltungswerken sowie einen drastischen Stellenabbau in drei weiteren verschoben. Nach einem Gespräch mit Betriebsräten und Gewerkschaften am Dienstag in Berlin teilte der Vorstand mit, dass das Vorhaben nun "Gegenstand eines Beteiligungsverfahrens der zuständigen Betriebsratsgremien" sein würde. Den Arbeitnehmervertretern würden "detaillierte Informationen" zugeleitet. Ein weiteres Treffen wurde für den 14. November vereinbart.

Die Pläne des Vorstandes hatten in der vergangenen Woche zu massiven Protesten der Arbeitnehmer geführt. Sie hatten dem Management "Kaltschnäuzigkeit" vorgeworfen. Mit dem Beschluss seien zudem frühere Absprachen mit den Belegschaftsvertretern verletzt worden. Die Gewerkschaft Transnet zeigte sich mit dem Ergebnis von Dienstag zufrieden: "Der Bahn-Vorstand hat akzeptiert, dass er verpflichtet war, an den Verhandlungstisch zurückzukehren", sagte Transnet-Sprecher Hubert Kummer.

"Die Fahrzeuginstandhaltung gehört weiterhin zum Kerngeschäft der Bahn", hieß es in der Mitteilung des Vorstandes. Er sicherte auch zu, die Möglichkeit, die Kapazitäten durch Aufträge von Dritten besser auszulasten, zu prüfen.

Unklar ist noch das Schicksal der sechs Spezialwerke in Ostdeutschland. Gespräche mit den Betriebsräten wurden für nächste Woche vereinbart.

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