Wirtschaft : Deutsche Ökonomen werden besser

Düsseldorf/Frankfurt/Berlin - Ökonomen aus dem deutschsprachigen Raum sind heute auf internationaler Ebene deutlich präsenter als in den neunziger Jahren. Die Publikationsleistung der 100 aktivsten Forscher ist im Durchschnitt um ein Drittel höher als vor zehn Jahren. Im Spitzenfeld behaupten sich auch mehrere Berliner Wissenschaftler, wie das neue „Handelsblatt“-Ökonomenranking Volkswirtschaftslehre zeigt.

Die Studie analysiert die Publikationsleistung aller im deutschsprachigen Raum tätigen Volkswirte. Diese ist ein weithin akzeptierter Maßstab für die Qualität wissenschaftlicher Forschung.

Wer 1997 unter den aktivsten Volkswirten der vergangenen fünf Jahre noch auf Rang 50 lag, würde es mit derselben Publikationsleistung heute nur noch auf Platz 90 schaffen. „Die Produktivität der deutschen Ökonomen ist in den letzten Jahren stark gestiegen“, bestätigt der Konstanzer Volkswirtschaftsprofessor Heinrich Ursprung.

Der mit Abstand beste deutschsprachige Ökonom ist derzeit Roman Inderst. Seine jährliche Publikationsleistung ist dreimal so hoch wie die eines Durchschnittsprofessors in der Top-100-Liga. Der in Mannheim und Berlin ausgebildete 37-Jährige wechselte Ende 2006 von der London School of Economics nach Frankfurt am Main. Aber auch zwei Berliner sind unter den derzeit 25 Besten. Auf Platz sieben schaffte es der FU-Finanzwissenschaftler Kai A. Konrad (46), auf Platz 21 wird der HU-Industrieökonom Roland Strausz (37) geführt.

Konrad wird gleichzeitig für sein Lebenswerk mit Platz fünf gewürdigt. Rang vier belegt der HU-Statistiker Wolfgang Härdle (53). Unter den Top 25 findet sich auch der FU-Spieltheoretiker Helmut Bester. Mit seiner Publikationsleistung erreichte der 54-Jährige Rang 13. HB/pet

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