Wirtschaft : DIE AUKTIONSHÄUSER

Katrin Wittneven

Zum ersten, zum zweiten, zum dritten...“ Wie nirgendwo sonst im Kunstbetrieb werden bei einer Auktion Preise für Kunst festgesetzt – manchmal regelrecht hochgeschraubt. Hier können Werte in astronomische Höhen steigen und andere Werke abstürzen. Bekommt das Exponat einen Zuschlag, erhöht sich der Preis noch einmal um das so genannte Aufgeld, das meist 30 Prozent umfasst, und einen Teil der Kosten des Auktionshauses decken soll. Denn die Versteigerung ist nur ein Element der Arbeit.

Die Gemälde oder Skulpturen, Fotografien, Möbel oder Miniaturen werden im Vorfeld zur Besichtigung ausgestellt. Besucher können sich dann gezielt informieren. Die Mitarbeiter prüfen außerdem die Kunstwerke auf ihre Herkunft und Echtheit, produzieren Kataloge, legen Schätzpreise fest und akquirieren neue Werke. Die Marktführer Sotheby’s und Christie’s haben Dependancen in aller Welt, aber auch die Villa Grisebach, das wichtigste Auktionshaus in Berlin, betreibt zahlreiche Repräsentanzen im In- und Ausland. Die Auktionen finden halbjährlich statt, die nächsten Anfang Juni. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 3000 Auktionshäuser. Eine Übersicht findet sich unter www.kunstversteigerer.de.

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