Wirtschaft : Die Ausgliederung von Agfa poliert die Bilanz des Chemiekonzerns auf

Düsseldorf (agr/HB). "Mit diesen Zahlen können wir insgesamt zufrieden sein", kommentierte Manfred Schneider, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, Leverkusen, den am Donnerstag vorgestellten Halbjahresabschluss des Chemie- und Pharmakonzerns. Der Konzerngewinn verdoppelte sich auf 1,7 Mrd. Euro (3,32 Mrd. DM). Der Umsatz ging leicht um 0,3 Mrd. Euro auf 14,2 Mrd. Euro (27,77 Mrd. DM) zurück. Schneider führte den Umsatzrückgang auf die Ausgliederung von Unternehmensteilen zurück. So ist die Agfa-Gevaert-Gruppe nur bis Ende Mai in das Konzern-Rechenwerk einbezogen gewesen. Bei einem unveränderten Konsolidierungskreis hätte sich ein Umsatzplus von einem Prozent ergeben, betont Schneider.

Das operative Ergebnis stieg ebenfalls wegen Agfa um 50 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro (rund 5,09 Mrd. DM). Bereinigt um die Erträge der Ausgliederung von Agfa zeigt sich allerdings ein anderes Bild: Mit 1,5 Mrd. Euro (2,93 Mrd. DM) liegt das Ergebnis ohne Agfa um 3,7 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Seit der Ausgliederung konzentriert sich Bayer auf die vier Arbeitsgebiete Gesundheit und Landwirtschaft (Life Sciences) sowie Polymere und Chemie. Auf die Life Sciences entfallen 47, auf Polymere 37 und auf Chemie 16 Prozent des Umsatzes.

Im Gebiet Gesundheit stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 19 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro (7,63 Mrd. DM). Der Zuwachs stamme fast ausschließlich aus den Bereichen Pharma und Diagnostika. Trotz der positiven Umsatzentwicklung verschlechterte sich das operative Ergebnis um sechs Prozent auf 0,4 Mrd. Euro (0,78 Mrd. DM). Als Ursache dafür werden Produktionsausfälle wegen technischer Probleme bei den biologischen Produkten genannt. In der Landwirtschaft machte Bayer den leichten Umsatzrückgang des ersten Quartals wieder wett. Der Umsatz legte hier um zwei Prozent auf 1,7 Mrd. Euro (3,32 Mrd. DM) zu.

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