DIE BAHN IN ZAHLEN : Krisenschäden

WENIGER UMSATZ

Die Krise

hat auch bei der Bahn Spuren hinterlassen. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um ein Achtel auf 29,34 Milliarden Euro zurückgegangen. Davon blieben vor Steuern und Zinsen 1,7 Milliarden Euro Gewinn (Ebit) übrig, das war knapp ein Drittel weniger als 2008. Stärkste Säule des Konzerns war die Regionalzugsparte DB Regio, die für fast die Hälfte des Ertrags steht. An zweiter Stelle steht der Gewinn aus den Trasseneinnahmen des Netzes. Der Logistiker Schenker, der Gewinngarant der vergangenen Jahre, verlor im internationalen Geschäft fast die Hälfte des Umsatzes. Unter dem Strich und nach Steuern blieben insgesamt 830 Millionen Euro Gewinn übrig, das ist mehr als ein Drittel weniger als 2008. Wie in vergangenen Jahren verzichtet der Eigentümer Bund auf eine Dividende und überlässt der Bahn das Geld zum Schuldenabbau.

WENIGER BESCHÄFTIGTE

Die Bahn ist das Unternehmen mit den meisten Beschäftigten in Berlin. Allerdings arbeiteten Ende 2009 in der Hauptstadt nur noch 17 500 Menschen für den Konzern, Ende 2008 waren es 18 300. Grund seien Pensionierungen und Versetzungen, sagte ein Sprecher. Entlassungen habe es nicht gegeben, diese sind per Tarifvertrag ausgeschlossen. Auch weltweit ist die Zahl der Mitarbeiter geschrumpft. Zwar waren es Ende 2009 rund 239 400 Beschäftigte, fast so viele wie im Vorjahr. Es sind aber 6000 Stellen in der Logistik und im Netz weggefallen, so viele, wie durch den Kauf der polnischen Güterbahn PCC hinzukamen. brö

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben