Wirtschaft : Die deutschen Exporteure haben gute Aussichten

Im kommenden Jahr Wachstum um 3,5 Prozent/Vor allem die Russen kaufen mehr/ Geschäfte der Einzelhändler sind weiter leer

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 Berlin (fmd/HB/dpa). Der deutsche Außenhandel kommt langsam wieder auf Touren. Nach einer Stagnation bei den Exporten im laufenden Jahr zeichnet sich für 2003 bei den Exporten eine Steigerung von 3,5 Prozent ab. Wachstumsstützen sind dabei vor allem die Länder der Euro-Zone. Die Einfuhren dürften um drei Prozent zunehmen.

Dies sind die Ergebnisse der weltweiten Herbstumfrage bei den Deutschen Außenhandelskammern, die der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, am Dienstag in Berlin bekannt gab.  Er sprach von einem „ersten Lichtzeichen am Ende des Tunnels“. Dennoch sei der Impuls zu schwach, als dass von ihm eine deutliche Trendwende für die Entwicklung der Binnenkonjunktur erwartet werden könne. Der DIHK-Umfrage zufolge wird der bereits boomende Export nach Russland im nächsten Jahr noch einmal um ein Viertel zunehmen. Der Export in die USA dürfte um sechs Prozent und damit in der Größenordnung des laufenden Jahres rückläufig sein. Bei den Importen nach Deutschland rechnet der DIHK für 2002 erstmals seit neun Jahren mit einem Rückgang, und zwar um zwei Prozent.

Dagegen kommt die Binnenkonjunktur nach wie vor nicht in Fahrt. Der Umsatz des Einzelhandels in der Bundesrepublik ging im August gegenüber dem Vorjahresmonat um drei Prozent zurück. Wie der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels am Dienstag in Berlin mitteilte, habe der klassische Einzelhandel von Januar bis August zehn Milliarden Euro weniger umgesetzt als im Vorjahr. Das entspricht einem Minus von vier Prozent. Besonders Kleidung, Schuhe, Uhren und Schmuck waren weniger gefragt. Auch für den September erwartet der Verband keine Besserung. Mit längeren Ladenöffnungszeiten will der HDE das Geschäft wieder ankurbeln.

Der Konjunkturtest des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung für September bestätigt die pessimistischen Prognosen des Einzelhandels – knapp ein Viertel der Betriebe gehe davon aus, in den nächsten Monaten Personal zu entlassen. Auch im westdeutschen Baugewerbe habe sich das Geschäftsklima dramatisch verschlechtert.

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