Wirtschaft : Die Fläche wird um 40 Prozent vergrößert, zwei neue Hallen sind geplant

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Mit dem Bau der neuen Messehalle 3 will die Frankfurter Messegesellschaft ihre Position weiter stärken. Vom ehemaligen, 80 Hektar großen Gütergelände der Bahn hat sich die Messe rund 16 Hektar gesichert, womit die derzeitige Fläche von etwa 300 000 Quadratmetern um rund 40 Prozent vergrößert werden kann.

Erster Teil dieser Ausweitung ist die 250 Millionen Mark teure neue Halle 3, die bis zur nächsten Internationalen Automobilausstellung (IAA) im Jahr 2001 fertig sein soll. Allein diese Halle schafft eine zusätzliche Ausstellungsfläche von rund 40 000 Quadratmetern. Die neue Halle, so der Messechef Michael von Zitzewitz am Montag vor der Presse in Frankfurt (Main), werde nach den Plänen des britischen Architekten und Städteplaners Nicholas Grimshaw gebaut. Die Kosten bezifferte von Zitzewitz auf rund 250 Millionen Mark.

Langfristig plant die Frankfurter Messe nach Angaben von Zitzewitz zwei weitere neue Hallen. Nicht nur wegen dieser räumlichen Expansion sieht der seit Jahresanfang amtierende Manager die Frankfurter Messegesellschaft in einer ausgesprochen guten Position.

Auch die Zahlen sprechen für das Unternehmen. Im laufenden Jahr wird die Frankfurter Messe mit 533 Millionen Mark den bisher höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte einfahren, sagte von Zitzewitz. Damit wird das vergleichbare Ergebnis von 1997 - auch dieses Jahr war wie 1999 ganz entscheidend durch die IAA geprägt - um 63 Millionen Mark übertroffen. Das Ergebnis geht allerdings bedingt durch höhere Zinslasten und durch Vorlaufkosten für im nächsten Jahr stattfindende Messen um zwölf Millionen Mark auf 62 Millionen Mark zurück.

Insgesamt kamen in dem zu Ende gehenden Jahr 36 500 Aussteller und 2,16 Millionen Besucher auf die 34 Messen in Frankfurt. Rechnet man die 31 Veranstaltungen der Messe Frankfurt im Ausland hinzu, so waren es sogar 53 000 Aussteller und 2,92 Millionen Besucher. Beides ist ebenfalls neuer Rekord.

Dies alles hat die Messe Frankfurter nach Angaben ihres Chefs mit einer konstanten Zahl von knapp 500 Mitarbeitern erreicht. Im nächsten Jahr soll das Personal allerdings aufgestockt werden. Für 2000 ist die Messe Frankfurt bereits restlos ausgebucht. "Es ist kein Quadratmeter mehr frei", sagt von Zitzewitz. Hier zeigt sich nach Ansicht des Managers die dringende Notwendigkeit, das Messegelände zu erweitern und neue Messehallen zu bauen. Die für das nächste Jahr komplett ausgebuchten Freiflächen und Hallen seien allerdings, so von Zitzewitz, kein eindeutiges Zeichen für einen nachhaltigen Konjunkturaufschwung. Die Preisverhandlungen mit den Ausstellern seien zum Teil sehr schwierig gewesen. Dabei habe er im Blick auf die weitere Wirtschaftsentwicklung mehr Zurückhaltung als Optimismus verspürt, sagt der Frankfurter Messechef.

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