Wirtschaft : Die Telefonbranche ist für Anleger weiter attraktiv

Das Analystenteam der US-amerikanischen Investmentbank JP Morgan rät Anlegern weiterhin auf Aktien der Telekommunikationsindustrie zu setzen. Die Branche habe sich auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres stabil gezeigt, obwohl es bereits erste Übernahmen im Telefon-Sektor gegeben habe.Doch genau von dieser Entwicklung könnten Anleger profitieren: Denn der Versuch der Top-Telefongesellschaften, einige Konkurrenten zu übernehmen und so kostensparende Größenvorteile zu realisieren, sorge auf dem Börsenparkett für Übernahme- und Fusionsgerüchte. Und das, so sagen die Analysten, bedeute für Anleger in der Regel gute Chancen auf Kursgewinne. Das gilt natürlich nur, sofern sie auf die richtigen Werte setzen.Die Anlagespezialisten der Investmentbank sehen insbesondere bei der spanischen Telefónica noch Kurspotential und empfehlen deshalb, deren Aktien zu kaufen. Dafür sprächen neben den anhaltenden Fusionsgerüchten mit der Deutschen Telekom auch die Bestrebungen des Telefónica-Managements, die Betriebskosten im leitungsgebundenen Geschäft deutlich zu senken. Zudem stimmten die mittel- und langfristigen Aussichten für das latein-amerikanische Tochterunternehmen Tisa die Analysten optimistisch.Denn die Gesellschaft zeige sich immer robuster gegenüber Konjunkturschwankungen der latein-amerikanischen Wirtschaft. Darüber hinaus bestätige die jüngste fünfprozentige Beteiligung an Pearson, daß Telefónica an seiner geplanten Expansionsstrategie im Medienbereich festhalte. Die Spanier hatten zuvor bereits eine Beteiligung in Höhe von 20 Prozent an der Pearson-Tochter Recoletos erworben, einem spanischen Verlag. Nach Meinung der Experten sei die Aktie bei einem Kurs von 65 Euro fair bewertet.

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