Wirtschaft : Die zwei Konzerne vorgestellt

Viag ist als Nummer 19 einer der kleineren Titel im Dax. Mit fast 50 Mrd. DM Jahresumsatz und rund 86 000 Beschäftigten zählt Viag in den Sparten Energie, Chemie, Verpackung und Telekommunikation zu den zehn Industrie-Riesen Deutschlands. Die gut 75 Jahre alte Viag ging seit 1986 in mehrheitlich private Aktionärshand über. Der Mischkonzern hat radikale Umbrüche hinter sich. Aus einem grauen Staatsbetrieb wurde einer der expansivsten deutschen Konzerne. Der seit Mitte 1998 amtierende Vorstandschef Wilhelm Simson (60) verordnete dem Konzern eine Konzentration auf die Sparten Industrie, Chemie, Energie sowie Telekommunikation. Seit dem Rückzug Bayerns aus dem heute drittgrößten deutschen Stromkonzern Bayernwerk hält die Viag alle Anteile. Sie steuern bislang etwa 80 Prozent zum Konzernüberschuss bei. Im März scheiterte die Fusion mit der Schweizer Algroup, weil Viag und Algroup sich nicht über die Bewertung der Unternehmen einigen konnten.



Mit einer Börsenkapitalisierung von gut 30 Mrd. Euro ist Veba der zehntgrößte Wert im Deutschen Aktien-Index (Dax). Auch im wichtigen Euroland-Aktienindex Euro-Stoxx 50 ist der Titel vertreten. Mit rund 400 000 Aktionären gehört Veba zu den größten Publikumsgesellschaften Europas. Die Düsseldorfer setzen rund 84 Mrd. DM um und beschäftigen 116 700 Mitarbeiter, was sie zum viertgrößten deutschen Industriekonzern macht. Neben der traditionsreichen Stromsparte Preussenelektra ist Veba in Chemie, Öl, Logistik, Immobilien und Telekommunikation aktiv. Vorstandschef Ulrich Hartmann will mit Veba in den Geschäftsfeldern Energie und Chemie führende Marktpositionen in Europa erobern. Der große Durchbruch auf dem Gebiet Telekommunikation blieb Hartmann bislang versagt. Gerade trennte sich Veba von der verlustreichen Festnetzgesellschaft Otelo und stieß ihren Anteil an der britischen Cable & Wireless ab. Beide Verkäufe spülten mehrere Mrd. DM in die Konzernkasse.

0 Kommentare

Neuester Kommentar