Drogeriekette : dm expandiert in Berlin

Der Rossmann-Konkurrent konnte seinen Umsatz in den letzten sechs Monaten kräftig steigern. Nun wollen die Karlsruher, die in der Hauptstadt 57 Filialen betreiben, dort weitere Märkte eröffnen.

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Kräftiges Plus. Der Umsatz von dm in Deutschland steig um 16 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro.
Kräftiges Plus. Der Umsatz von dm in Deutschland steig um 16 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro.Foto: obs/dm

ast 300 Filialen hatte die Drogeriemarktkette Schlecker vor der Pleite 2012 in Berlin und war damit der Platzhirsch in der Hauptstadt. Der in Karlsruhe beheimatete Konkurrent dm, der erst 2004 die erste Filiale an der Spree eröffnete, war dagegen nur schwach vertreten. Doch die Drogeriekette ist auf Expansionskurs: Allein in den vergangenen sechs Monaten kamen sieben Märkte in Berlin hinzu. Mittlerweile beschäftigt dm in seinen 57 Filialen in der Hauptstadt mehr als 1100 Mitarbeiter. Weitere Neueröffnungen im laufenden Geschäftsjahr seien geplant, sagte ein dm-Sprecher am Dienstag. Genaue Zahlen wollte er jedoch nicht nennen.

Unterdessen profitiert das Unternehmen weiterhin von der Schlecker-Pleite und legt beim Umsatz kräftig zu. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres (bis 31. März) stiegen die Erlöse in Deutschland um 16,2 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro, wie dm in Karlsruhe mitteilte. Etwa fünf Prozentpunkte vom Umsatzplus dürften auf die Schlecker-Pleite zurückzuführen sein, erklärte Geschäftsführer Erich Harsch. Zum Gewinn äußert sich das Unternehmen, das nach eigenen Angaben rund 15 Millionen Kunden hat, traditionell nicht. Die gesamte Gruppe, die neben Deutschland unter anderem in Tschechien, der Slowakei und Österreich vertreten ist, setzte im ersten Halbjahr rund 3,78 Milliarden Euro um.

Bei der Jahresprognose hielt sich Harsch zurück. Die Umsatzschätzung der „Lebensmittelzeitung“ von 7,7 Milliarden Euro „kann durchaus zutreffen“, sagte er laut Redetext. „Wir planen allerdings zurückhaltender und sind wie immer verhalten optimistisch.“ Allerdings werde dm im Verlauf des Geschäftsjahres „einen deutlich höheren Filialzuwachs“ haben als noch im vergangenen Oktober erwartet.

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