Wirtschaft : Eichel beharrt auf externem Personal Auch Auswärtiges Amt betroffen

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Berlin (uwe/brö). Das Bundesfinanzministerium beharrt trotz des Protestes der Regionalbörsen auf der Einstellung eines Mitarbeiters der Deutschen Börse AG in einer wichtigen Abteilung des Hauses. Ein Gespräch im Ministerium am Donnerstag, bei dem die Entsendung mit Vertretern der Regionalbörsen erörtert wurde, brachte nach Informationen des Tagesspiegels keine Einigung. Hintergrund: Das Haus von Finanzminister Hans Eichel (SPD) plant, ab dem 1. November für zwei Jahre einen Experten aus der Rechtsabteilung des Privatunternehmens Deutsche Börse AG zu beschäftigen. Dagegen haben sich die Regionalbörsen gewandt, weil sie fürchten, bei neuen Gesetzen und beim Informationsfluss künftig benachteiligt zu werden. Das Ministerium begründete den Schritt ihnen gegenüber mit Finanzengpässen. Man habe weder Geld noch Zeit, einen Mitarbeiter mit dem geforderten Sachverstand auf dem freien Markt anzuwerben.

Auch andere Ministerien lassen externes Personal für sich arbeiten. Das Auswärtige Amt unterhält nach Informationen dieser Zeitung ein Austauschprogramm mit dem Bundesverband der deutschen Industrie (BDI). Derzeit arbeiteten zwei BDI-Mitarbeiter in deutschen Botschaften, einer davon in der Außenwirtschaftsförderung in Peking.

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