Wirtschaft : Eigene Planungen überschritten - Ausgeglichenes Ergebnis möglich

Die Intershop AG, Jena/Hamburg, rechnet in diesem Jahr mit einer Verdoppelung des Umsatzes. Nach einem Nettoverlust von fast 37 Millionen Mark (rund 18,9 Millionen Euro) im abgelaufenen Geschäftsjahr solle 2000 zudem erstmals ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden, teilte das Unternehmen am Montagabend in Hamburg mit. Die 1992 in Jena gegründete Intershop AG gehört zu den international führenden Anbietern von E-Commerce-Software für den Vertrieb von Waren und Dienstleistungen über das Internet. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 600 Mitarbeiter und hat den Angaben zufolge bisher mehr als 100 000 Software-Lizenzen verkauft. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz nach einer vorläufigen Bilanz um 158 Prozent auf knapp 90 Millionen Mark. Das Mindestziel von 100 Prozent Wachstum sei damit deutlich überschritten worden. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres stieg der Umsatz den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 206 Prozent auf 37,2 Millionen Mark. Finanzvorstand Wilfried Beeck sprach von einem neuen Höhepunkt in der Unternehmensentwicklung von Intershop. Trotz der Jahr-2000-Umstellung habe sich der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal fast verdoppelt.

Gleichzeitig kletterte aber auch der Nettoverlust von 7,4 auf 15,2 Millionen Mark. Grundlage des Geschäftserfolges seien der überproportionale Anstieg der Lizenzerlöse und die neue Software Intershop enfinity für den Internet-Handel von Großunternehmen gewesen. Die weltweite Einführung des neuen Produkts sei aber ebenso wie der Einstieg in den asiatischen Markt ein erheblicher Kostenfaktor gewesen.

In diesem Jahr will Intershop mit neuen Niederlassungen und Produkten weiter expandieren. Der Vorstand hält mindestens die Verdoppelung des Umsatzes für möglich. Intershop ist seit Juli 1998 am Neuen Markt börsennotiert. Der Jahresabschluss 1999 wird am 16. März veröffentlicht.

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