Wirtschaft : „Ein potenziell wichtiger Markt“ Eine Q-Cells-Sprecherin über Griechenland

Foto: Q-Cells
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Was erhoffen Sie sich von der Reise mit der Rösler-Delegation?

Unser Vorstandschef Nedim Cen nimmt an der Delegation des Wirtschaftsministers teil, weil Griechenland ein potenziell wichtiger Markt für die Photovoltaik-Branche ist. Mit dem Helios-Projekt, das eine installierte Kapazität von zehn Gigawatt Peak (GWp) bis 2020 vorsieht, wird das Land mittelfristig zu einem der wichtigsten Photovoltaik-Märkte weltweit aufrücken.

Gibt es konkrete Projekte, die Herr Cen unter Dach und Fach bringen kann oder ein konkretes Angebot, dass er griechischen Gesprächspartnern machen will?

Q-Cells hat bereits sein Interesse an dem Projekt „Kozani“ bekundet. Mit einem Leistungsvolumen von rund 200 Megawatt Peak (0,2 GWp, Anm. der Red.) soll dieses im Norden Griechenlands geplante Solarkraftwerk das größte weltweit werden. Q-Cells bildet gemeinsam mit Schneider Electric und REC das einzige rein europäische Konsortium, das sich um die Realisierung dieses Projektes bewirbt.

Haben Sie schon Erfahrungen vor Ort?

Im Rahmen des geplanten Projektes „Kozani“ führen wir im Konsortium derzeit intensive Gespräche mit griechischen Stellen. Als einer der führenden Systemintegratoren weltweit verfügt Q-Cells auch bereits über umfassende Erfahrung in der Errichtung großer Fotovoltaikkraftwerke, auch in Südeuropa.

Inwieweit würden die derzeit diskutierten Szenarien einer Pleite, eines Schuldenschnittes oder gar eine Rückkehr zur Drachme Ihr Geschäft und Ihre Absichten beeinflussen?

Das ist derzeit nicht absehbar.

Ina von Spies ist Sprecherin von Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt. Die Firma galt einst als größter Solarmodulhersteller der Welt.

Das Interview führte Kevin P. Hoffmann

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