Wirtschaft : Eine Frage zum Euro: Darf auch der Papst Euro-Münzen prägen?

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Zu den zwölf Staaten, die am 1. Januar 2002 das Eurobargeld eingeführt haben, kommen noch drei Kleinstaaten, die ebenfalls eigene Euro und Cent prägen lassen - der Vatikanstaat sowie das Fürstentum Monaco und die Republik San Marino. Möglich ist die Teilnahme am Euro durch einen Zusatz im Vertrag von Maastricht. Darin wird auf die engen währungspolitischen Beziehungen des Vatikanstaates und von San Marino zu Italien sowie von Monaco zu Frankreich hingewiesen.

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Verglichen mit den Milliarden Euro- und Centmünzen der zwölf Teilnehmerländer sind die Ausgaben der drei Zwergstaaten sehr klein. Pro Jahrgang und Nominal hat sich der Vatikan eine Auflage von nur 80 000 Stück festgelegt, kann aber bei besonderen Gelegenheiten, etwa nach dem Tod des Papstes und zum heiligen Jahr, zu diesen insgesamt 640 000 Münzen weitere Stücke in der Prägeanstalt in Rom herstellen lassen. Frankreich hatte darauf bestanden, dass die vatikanischen Euro und Cent keine christlichen Symbole zeigen sollen, um die strikte Trennung von Staat und Kirche auch im Münzwesen zu unterstreichen, weshalb der Heilige Vater als Oberhaupt der Città del Vaticano abgebildet ist.

Für San Marino werden von den acht Euro- und Centwerten jeweils nur 40 000 Exemplare geprägt und im Set verkauft. Monaco ist besser dran. Das Fürstentum darf ein Fünfhundertstel der Prägemenge von Frankreich, also vier Millionen Exemplare, herstellen. Die Prägezahlen wecken Begehrlichkeiten; der Handel wird Schwierigkeiten haben, die Bestellungen von Euro-Sammlern zu befriedigen. Gesprochen wird bereits von dreistelligen Beträgen pro Set.

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