Wirtschaft : Einpacken. Für den perfekten Tag am Strand

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Taucherbrille und Schnorchel

Im Wannsee kann man zwar nicht Wracktauchen wie in Südfrankreich, aber der eine oder andere alte Autoreifen findet sich bestimmt. Außerdem jede Menge Hechte und Aale. Dafür muss man sich auch nicht mit Sauerstoffflaschen belasten. Schnorchel, Taucherbrille und Flossen reichen.

Bei der Taucherbrille ist das Wichtigste, dass die Fenster aus gehärtetem Sicherheitsglas sind. Kunststoff beschlägt sofort. Für Schnorchler mit empfindlicher Haut gibt es Brillen aus antiallergenem Silikon (55 bis 75 Euro) und Schnorchel mit Silikon-Mundstücken. Taucher mit Sehschwäche können bei vielen hochwertigen Brillen die Gläser schleifen lassen, was rund 100 Euro pro Glas kostet. Neuer Trend bei Schwimmbrillen ist die Panorama-Brille, mit der man in einem Radius von 180 Grad sehen kann, gut zehn Prozent weiter als mit herkömmlichen Brillen. Der Grund: Die Dichtung verläuft außerhalb der Augenhöhle am äußeren Sichtfeld entlang. Die Brille sei dadurch absolut wasserdicht, sagt der Hersteller Aqua Sphere. Die Panoramabrille kostet ab 20 Euro.

Neu auf dem Schnorchelmarkt sind diesen Sommer Schnorchel mit einem Ventil, durch das sich eingelaufenes Wasser ausblasen lässt (ab 20 Euro). Flossen sind ab 15 Euro und bis zu 600 Euro zu haben. Die billigen Varianten sind entweder aus harten oder weichen Kunststoffen. Mit den harten kommt man schneller vorwärts, aber auch schneller zum Wadenkrampf. Bei den weicheren gilt das umgekehrte Prinzip. Je teurer die Flossen sind, um so mehr sind verschiedene Härtegrade von Kunststoff miteinander vermischt, wodurch sich die Flosse der Schwimmgeschwindigkeit anpassen kann. Die Profi-Flosse ist außerdem geformt wie ein Entenfuß und trägt rechtwinklig aufgesetzte Strömungskanäle. clk

Aufblasbares

Bepackt mit Rucksäcken und Taschen macht man sich normalerweise auf den Weg an den See. Bis man ankommt, ist man schweißgebadet und endgültig erholungsbedürftig. Gefragt ist bei einem solchen Ausflug leichtes Gepäck. Besonders praktisch: alles, was man aufblasen kann. Das lässt sich leicht zusammenfalten und an Ort und Stelle in Form bringen. Alles was man dazu braucht, ist eine Luftpumpe oder eine starke Lunge. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an „Aufblasbarem“. Eine einfache Luftmatratze gehört zur Standardausrüstung. Schon ausgefallener: der aufblasbare Strandkorb, komplett mit Sitzbank, Fußbänkchen und Seitenfenstern. Doch auch die gute alte Luftmatratze gibt es inzwischen mit so einigen Extras. Besonders Sonnenhungrige können sich auf eine Bräunungsmatratze legen. Die spezielle Beschichtung im Inneren der Matraze führt dazu, dass die einfallenden Sonnenstrahlen reflektiert werden und man sich so von beiden Seiten bräunen lassen kann. Für alle, die mit der Sonne etwas vorsichtiger umgehen, gibt es eine Luftmatratze mit Sonnenschutz. Das sieht dann aus wie ein kleines Dach, das auf der Matratze angebracht ist. Selbstverständlich auch zum Aufblasen. Besonders bequem ist die Luftmatratze mit Rückenlehne. Treibt man mit einer solchen Luftmatratze de luxe auf dem Wasser, darf auch ein Getränk nicht fehlen. Dafür gibt es einen aufblasbaren Getränkehalter in Form einer Insel mit Palme. Darauf kann man natürlich nicht nur sein Getränk abstellen, sondern falls man auch auf dem Wasser ständig erreichbar sein möchte, das Handy. .

Selbstverständlich gibt es auch für die Kleinen alles Mögliche zum Aufblasen. Die obligatorischen Schwimmflügel gehören dazu, aber auch ein Auto-Kinderboot samt Lenkrad und Hupe und eine Luftmatratze in Form eines Raumschiffes. Die dürfte aber auch älteren Star Trek Freunden gefallen. hin

Wakeboard

Wer will schon noch Wasserski fahren? Angestaubt und altmodisch ist das doch“, sagt Johannes Sühs, Betreiber der Wasserski- und Wakeboardseilbahn in Langenfeld und deutscher Repräsentant der US-Marke Liquidforce. Wer am See cool, trendy und sportlich sein will, dem darf eines nicht fehlen: das Wakeboard. „Die Wakeboarder sind die Snowboarder unter den Wasserskiläufern“, findet Sühs. Mit Wasserskiern hinter einem Boot oder am Seil einfach geradeaus zu fahren, finden die Wakeboarder langweilig. Sie drehen sich lieber auf dem Wasser, machen Luftsprünge und Pirouetten, schlittern über ins Wasser gebaute Treppengeländer. Sie surfen mit ihrem wendigen Brett seitwärts auf der „Wake“, der künstlichen Welle, die das Motorboot erzeugt. Oder an der Seilbahn im See. Für ein gutes Wakeboard muss man schon um die 500 Euro zahlen, sagt Sühs. Dazu kommen Neoprenanzug und Bindungen. Wer erst mal probieren will, kann das Equipment auch an einer der Seilbahnen ausleihen. In Berlin geht das in Großbeeren, Ruhlsdorf und Velten. In Großbeeren findet dieses Wochenende übrigens die europäische Cable-Wakeboard Tour statt. Wer noch exotischer surfen will, kann sich auch ein „Kiteboard“ anschaffen. Dabei hält man einen Riesendrachen in der Hand, der einen inklusive Brett schon bei geringster Windgeschwindigkeit über den See zieht. fw

Strandsport

Ein Buch und ein Badetuch, mehr brauchen viele nicht für einen gelungenen Tag am See. Doch den ganzen Tag faul in der Sonne herumliegen, das kann nicht jeder. Schwimmen, Joggen, Beachvolleyball - Bewegungsfanatiker haben genug Möglichkeiten, sich auch am Strand auszutoben. Besonders praktisch, auch für die umliegenden Sonnenanbeter: eine Art Football aus weichem Schaumstoff. Wer ihn abbekommt, muss keine blauen Flecken fürchten. Zusätzlich hat der Ball noch kleine Flügel an der Seite. „Damit er sich nicht drehen kann und seine Flugbahn beibehält“, erklärt Gregor Eßer von Karstadt Sport.

Auch die klassische Frisbee-Scheibe gibt es mittlerweile in neuen Varianten. Zum Beispiel mit einer Schaumstofffüllung. Diese saugt sich voll, wenn man die Scheibe ins Wasser taucht. „Wenn man den Frisbee dann wirft, spritzt das Wasser so schön heraus“, sagt Peer Zimmerman von Sunflex-Sport. „Das gefällt vor allem Kindern“. Aber auch die etwas älteren Jahrgänge dürften ihren Spaß mit einem solchen Wurfgerät haben. Für alle, die ihren Hund mit an den See nehmen, gibt es sogar etwas ganz Besonderes, die Frisbee-Scheibe für den Hund. Sie ist aus unzerbrechlichem Kunststoff und hat eine besondere Form, passend für die Hundeschnauze.Trotz der neuen Trends, klassische Strandspiele haben noch immer ihre Anhänger. „Gefragt für den Strand sind nach wie vor Beachball-Sets“, sagt Peer Zimmermann. Wem das alles mit zu viel Bewegung verbunden ist, kann sich auch mit Boccia die Zeit vertreiben. Das steht bei Alt und Jung hoch im Kurs und ist auch was für eher unsportliche Zeitgenossen. hin

Sonnenschutz

Wie man sich auch schmiert und wendet: Vor Sonnenbrand schützt nur, was Schatten spendet. Wer trotzdem die heißen Strahlen auf der Haut genießen will, für den gibt es neben der klassischen Sonnenmilch, den Cremes und Ölen in diesem Sommer Sonnenspray. Und zwar buntes. Durch die Farbe sieht man sofort, welche Hautpartie man beim Aufsprühen übersehen hat. Keine Sorge: Man muss nicht wie ein blauer Schlumpf herumlaufen – das Spray zieht sofort ein. Das versichert zumindest Nivea. Es sei besonders für Kinder gedacht. Die lassen sich nicht gerne eincremen, und die Sonne strapaziert die zarte Kinderhaut. Wer auf das Eincremen – und das Eingecremt-Werden ! – nicht verzichten will, für den gibt es natürlich auch Neues auf dem Markt: Creme zum Beispiel, die vor UV-Strahlen schützt und gleichzeitig die Haut strafft. Ganz bestimmt, beteuern die Hersteller, Dutzende von Tests hätten es bewiesen.

Auch die Lotion für danach hat sich verfeinert: Vitamin angereicherte Après-Milch haben wir schon letztes Jahr gerochen, jetzt gibt es welche mit Mückenschutz und Selbstbräuner-Wirkstoffen: „Damit die mit Mühe erkämpfte Bräune länger hält.“

Die empfindlichen Hauttypen sollten zu Schleckers „Sonnenbalsam Sensitiv“ greifen, zu Anthélios’ „Lichtschutzmilch für empfindliche Haut“ oder zum „sensitiven Sonnenbalm“ von Delial. Aber: Finger weg von Sante Soleil. Die Stiftung Warentest hat Sonnenlotions für sensible Haut getestet. Schlecker, Anthélios und Delial kommen weitgehend ohne Konservierungsstoffe, Emulgatoren und Parfum aus, spenden ausreichend Feuchtigkeit und halten lange. Sante Soleil hat schlecht abgeschnitten, weil es den angegebenen Lichtschutzfaktor um rund 20 Prozent unterschreitet. clk

Kühlbox

Die klassische Kühlbox ist immer noch viereckig, 60 x 40 Zentimeter groß und nicht ganz leicht. In eine 45 Liter-Kiste (ab 30 Euro) passt dafür jedoch die Verpflegung für eine ganze Kleinfamilie hinein. Aber auch Singles brauchen ihr Bierchen nicht warm zu trinken: Ein, zwei Flaschen, gebratene Hühnerbeine, Brote, Obstsalat und ein paar Eis passen in die neuen Kühl-Umhängetaschen locker hinein. Sie sehen wie schicke Strandtaschen aus, sind aus knallbuntem Polyester, innen aluminiumbeschichtet und haben einen Reißverschluss. Bis zu 15 Stunden sollen die „Freshbags“ die Kühlung halten. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen. In die 44 x 40 Zentimeter große Tasche Marke „Techno Ice“ passen 24 Liter (20 Euro) Die kleineren Varianten könnten ohne weiteres als Shopping-Täschchen durchgehen.

Thermobags gibt es dieses Jahr als poppige Rucksäcke genauso wie in Kofferform, im grauschwarzen „Business-Look“ wie im Golfbagdesign (18 Euro). Wahlweise mit integriertem Zapfhahn oder drumherum gebautem Klappstuhl (35 Euro). Die Business-Kühltasche funktioniert mit Thermoelektrik und hat einen 12 Volt-Anschluss. Zu haben ist sie für 150 Euro. Wer sich beim Baden ganz aufs Trinken konzentrieren will, sollte einen Kühlkrug zum Beispiel der Marke „Coolfunk“ für fünf Liter mitnehmen. Der wiegt allerdings auch ohne Inhalt schon eineinhalb Kilo. Die 3/4-Liter Isolierflasche fällt mit ihren 300 Gramm dagegen kaum ins Gewicht. Nichts allerdings ist bequemer als der Kühl-Rolly. In ihn passen 28 Liter hinein. clk

Musik

Musik macht gute Laune und darauf möchte man auch am See nicht verzichten. Doch die nächste Steckdose ist weit, und die Batterien geben immer dann ihren Geist auf, wenn gerade das Lieblingslied läuft. Abhilfe schaffen da Radios, die als Energiequelle die Sonne nutzen. Praktisch, da man sowieso nur bei Sonne an den See fährt. Dieses Radio besitzt zudem Akkus, die sich bei Sonnenschein aufladen. Falls die Sonne dann doch einmal verschwinden sollte, kann man trotzdem noch Musik hören. Im Internet kann man sich bei Crazstore.tv ein solches Produkt bestellen. Philips bietet ein Modell an, das ein wenig altertümlich anmutet. Es hat eine Kurbel. „Entweder man legt Batterien ein oder man erzeugt sich seinen Strom selbst und kurbelt“, sagt Dörthe Strauß von Philips. Der positive Nebeneffekt: Man trainiert seine Armmuskeln gleich mit.

Doch nicht nur an Land, auch an Bord eines Schlauchbootes rudert es sich mit Musik gleich viel besser. Problematisch ist allerdings, dass beim Boot fahren auch leicht Wasser an das Radio kommen könnte. Auch dafür gibt es eine Lösung. Mittlerweile haben mehrere Hersteller Radios im Angebot, denen einige Tropfen nichts anhaben können. Generell kann man sie zwar nicht unbedingt zum Tauchen mitnehmen, Spritzwasser halten sie aber aus. Wenn man mit einem solchen Radio ausgerüstet ist, kann einen auch ein kräftiger Schauer nicht schrecken. Zumindest seine Lieblingsmusik kann man weiterhören. hin

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