Einstiegsgehälter : Gut bezahlter Jobstart

Ingenieure verdienen besser – vor allem mit Doktor.

Gefragte Tüftler. Im Jahr 2012 bekamen Jung-Ingenieure fast fünf Prozent mehr Gehalt als 2011. Foto: picture-alliance/dpa-tmn
Gefragte Tüftler. Im Jahr 2012 bekamen Jung-Ingenieure fast fünf Prozent mehr Gehalt als 2011. Foto: picture-alliance/dpa-tmnFoto: picture alliance / dpa-tmn

Die Einstiegsgehälter von Ingenieuren sind 2012 im Vergleich zum Vorjahr überdurchschnittlich stark gestiegen. Das geht aus einer neuen Studie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) hervor. Beim Berufseinstieg verdienten Ingenieure 2012 im Schnitt 44 300 Euro. Im Vergleich zu 2011 ist das ein Anstieg von 4,7 Prozent. Die Ingenieursgehälter insgesamt stiegen 2012 im Vergleich zum Vorjahr nur um 2,6 Prozent. Für die Studie wurden die Gehälter von 8630 Ingenieuren analysiert, darunter rund 2000 Berufseinsteiger.

Einsteiger mit Uni-Abschluss verdienen dabei mehr als Anfänger von der Fachhochschule. Absolventen von der Uni oder einer Technischen Hochschule stiegen 2012 im Schnitt mit 45 004 Euro ein. Ingenieure mit einem Fachhochschulabschluss kamen nur auf 43 310 Euro Brutto-Jahresverdienst. Auch die Firmengröße hat Einfluss auf die Höhe des Einstiegsgehalts: Anfänger verdienen in großen Firmen deutlich mehr als in kleinen. In Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern bekommen junge Ingenieure im ersten Jahr im Durchschnitt 48 000 Euro. In kleinen Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern sind es rund 40 000.

Auch ein Doktortitel zahlt sich für Absolventen aus. Das legt eine repräsentative Studie über Hochschulabgänger in Bayern nahe. Danach verdienen Berufseinsteiger mit Doktor fünf Jahre nach Studienabschluss im Durchschnitt fast acht Prozent mehr als ihre Kollegen ohne den Titel. Besonders bezahlt mache sich ein Doktor für Absolventen, die in der Privatwirtschaft unterkommen, sagt Susanne Falk, Autorin der Studie. So verdient ein promovierter Ingenieur dort laut Studie fünf Jahre nach Studienabschluss im Schnitt 5509 Euro brutto im Monat (66 108 Euro/Jahr). Ohne Promotion sind es in der Privatwirtschaft nur 4117 Euro (49 404 Euro/Jahr). Bei einer Anstellung im öffentlichen Dienst ist der Unterschied kleiner: Dort bekommt ein promovierter Ingenieur 3685 Euro brutto im Monat (44 220 Euro/Jahr), ohne Doktortitel sind es 3575 Euro (42 900 Euro/Jahr).

Die Ingenieure sind es auch, bei denen sich der kleine, aber feine Zusatz „Dr.“ am deutlichsten auf dem Lohnkonto bemerkbar macht: So liegt der Unterschied bei ihnen in der Privatwirtschaft bei 33,8 Prozent. Bei den Wirtschafts-, Sprach- und Kulturwissenschaftlern sind es dort nur zehn Prozent, bei den Naturwissenschaftlern rund acht Prozent. Für die Studie wurden 2500 Absolventen des Jahrgangs 2003/2004 aus Bayern befragt.dpa

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