Einzelhandel : Deichmann expandiert weiter

Mit dem Geschäftsausbau hat Deichmann im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 10,5 Prozent auf 2,71 Milliarden Euro gesteigert. Europas größter Schuhhändler setzt weiter auf Expansion.

Essen - Nach dem Einstieg in der Türkei und in Slowenien will das Familienunternehmen jetzt auch in Schweden, Kroatien und Rumänien Filialen aufbauen. Weltweit verkaufte der Essener Schuhhändler 112 Millionen Paar Schuhe in 13 Ländern, 11 Millionen Paar mehr als 2005. Das Unternehmen äußerte sich zufrieden zur Ertragslage. "Sie erlaubt uns auch, weiterhin die Expansion aus eigener Kraft zu finanzieren und auf Fremdkapital zu verzichten", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Heinrich Deichmann.

Allein in Deutschland, dem wichtigsten Absatzmarkt will Deichmann 34 Millionen Euro investieren. Die Zahl der deutschen Filialen entspricht rund der Hälfte der Gesamtzahl von 2185 (2005: 2066). Entsprechend beschäftigt das Unternehmen auf dem heimischen Markt 13.000 der 25.000 Mitarbeiter (plus 1100) und hat zuletzt in Deutschland 1,26 Milliarden Euro umgesetzt.

Zweitmarken erfolgreich

Zum Geschäftsausbau hat im Inland auch die wiederbelebte Kinderschuhmarke Elefanten beigetragen. 2006 kam nach der Übernahme erstmals eine Kollektion auf den Markt. Die Qualitätsschuhe werden dabei auch außerhalb der Deichmann-Kette im Fachhandel verkauft. "Die Nachfrage nach Elefanten-Schuhen hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen", erklärte Heinrich Deichmann, ohne Zahlen zu nennen. Auch die Wiedereinführung der Herrenschuhmarke Gallus sei gelungen.

Zweitgrößter Markt nach Deutschland blieben 2006 die USA. Hier hat Deichmann inzwischen 370 Filialen aufgebaut. In Deutschland plant die Kette, zu der auch 71 Roland-Geschäfte zählen, die Neueröffnung von 62 Läden und die Modernisierung von rund 100 Filialen. 30 Läden werden auf Grund von Standortverbesserungen geschlossen. (tso/dpa)

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