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"Sie verkaufen gar keine Staubsauger?" : BMW schickt Vertreter fürs Elektroauto ins Haus

16.06.2012 10:52 Uhr
Noch fährt der i3 als Konzeptfahrzeug. Im kommenden Jahr will BMW das kleine Elektroauto auf den Markt bringen.Bild vergrößern
Noch fährt der i3 als Konzeptfahrzeug. Im kommenden Jahr will BMW das kleine Elektroauto auf den Markt bringen. - Foto: Hersteller

Auch bei BMW soll sich die Elektromobilität im nächsten Jahr ihre Bahn in die Serienproduktion brechen. Dabei wollen die Bayern auch neue Wege beim Vertrieb beschreiten.

Mit einem neuen Vermarktungsmodell will BMW im kommenden Jahr sein erstes Elektroauto an den Mann bringen. Anders als die konventionellen BMW-Modelle kann der für 2013 angekündigte Elektro-Kleinwagen i3 nicht nur beim Händler gekauft werden, sondern auch direkt über das Internet. Als dritte Möglichkeit soll der Verkauf über mobile Vertreter abgewickelt werden können, die den Kunden auch zu Hause besuchen.

Mit den erweiterten Vertriebswegen will BMW nach eigenen Angaben die konsequente Ausrichtung auf Kundenwünsche möglich machen.

Zudem dürfte ein Vorteil an der flexibleren Marktabdeckung liegen. Denn zum Start wird wohl nur jeder zehnte Händler die Elektromodelle vor Ort vertreiben können. Das ist in der Branche üblich; die Hersteller sparen sich so einerseits die umfangreiche Ausstattung mit Vorführwagen sowie die Ausbildung ihrer kompletten Händlerschaft in Sachen E-Auto-Technik und –Service.

Wallbox von BMW

Für das komfortable Aufladen zuhause stellt BMW eine Ladestation für die Montage an der Wand zur Verfügung, eine sogenannte Wallbox. Gleichzeitig werden in Zusammenarbeit mit den Stromversorgern spezielle Tarife angeboten, und auch die Lieferung von Öko-Strom ist vorgesehen. Für einfaches Laden unterwegs will BMW Kooperationen mit Parkhausbetreibern und Betreibern von öffentlichen Ladestationen eingehen.

Unklar sind bislang jedoch noch die genauen Preise für das erste Elektroauto, den i3. Der mit viel Karbon auf Leichtbau getrimmte Kleinwagen solldem Vernehmen nach günstiger sein als ein BMW 5er. Rund 40 000 Euro dürften also nötig sein für den Einstieg in die Elektromobilität nach Münchner Machart. Dafür gibt es einen Kleinwagen mit rund 170 PS, der in weniger als acht Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 150 km/h, die Reichweite bei 150 Kilometern. (sppr)

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