Wirtschaft : Endspurt beim Planspiel Börse

Beste Gruppe hat den Depotwert auf 127576 Euro gesteigert

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Berlin (nh). „An der Börse wird immer das gleiche Theater gespielt, nur mit verschiedenen Darstellern,“ hat Börsenpapst André Kostolany einmal gesagt. Die Berliner „Hauptdarsteller“ beim Planspiel Börse strafen ihn allerdings Lügen: Auf den vorderen Rängen wurde seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr gewechselt. Eisern verteidigten die erfolgreichsten drei Spielgruppen in der zehnten Spielwoche ihre Plätze. Jetzt naht für die NachwuchsBroker der Stichtag: Am 3. Dezember wird den Teams ins Depot geschaut und abgerechnet. Die Gruppe mit dem höchsten Endstand reist mit Siegern aus ganz Europa zu einem Jugend-Event.

Bei den Berliner Schüler-Brokern führen „Milka on Rocks“ die Liste an. Wenn ihr Hoffnungswert Adva Optical Networking nicht noch abstürzt, könnten sie die Spitze in der Hauptstadt bis zum Schluss verteidigen. Auch wenn das „Milka“-Depot in der vergangenen Woche wieder etwas verlor, konnten die Spieler vom Gymnasium am Elsengrund in Hellersdorf aus 50000 Euro Startkapital in zehn Wochen 80943 Euro machen: Ein Gewinn von fast 62 Prozent – da können professionelle Börsianer neidisch werden. Die „Sieger“ von der Max-Beckmann-Oberschule in Reinickendorf besetzen wie in der Vorwoche den zweiten Rang in Berlin: 73702 Euro ist ihr Depot kurz vor Spielende wert. Aufgeholt haben die „Glücksritter“ des Wilhelm-von- Siemens-Gymnasiums in Biesdorf mit 73552 Euro. Sie könnten den „Siegern“ Platz zwei noch streitig machen.

Am 21. Februar 2003 werden die bundesweiten Sieger in Berlin ausgezeichnet. Da hätten die Teams aus der Hauptstadt zwar keine weite Anreise, sie müssen sich aber noch gewaltig anstrengen, um die bisherigen Favoriten auf Bundesebene einzuholen: Unangefochten liegt das Team „Pearl, Shine and Win“, betreut von der Sparkasse Bayreuth, an der Spitze. Mit 127576 Euro im Depot verbesserte die Gruppe den Wert ihrer Aktien allein in der zehnten Spielwoche noch einmal um satte neun Prozent und zog der Konkurrenz davon.

Kein Grund allerdings für die Berliner Teams, das Spiel schon der Konkurrenz zu überlassen: Denn „an der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil“ machte André Kostolany den Anlegern Mut.

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