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Energiemarkt : Politische Analphabeten

Wie sich die Energiewirtschaft selbst ins Abseits manövriert – Führungschaos bei den vier großen deutschen Stromkonzernen.

Jürgen Zurheide

Düsseldorf - Bei dem einen oder anderen Satz von Sigmar Gabriel steigt der Adrenalinspiegel von Christa Thoben. Wenn sich der Berliner Umweltminister mal wieder an der Energiewirtschaft abarbeitet, ärgert sich die Christdemokratin im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium. Sie ist empört, weil sie spürt, dass der Sozialdemokrat aus dem Ärger der Menschen populistisch geschickt Kapital schlägt. Sie weiß aber eben auch, dass es ihm die großen Stromkonzerne überaus leicht machen, weil sie wie politische Analphabeten agieren. In den großen vier Energieunternehmen herrscht Chaos: Vattenfall lässt sich nach Störfällen in Atomkraftwerken wochenlang vorführen. Strompreise und Gewinne steigen enorm und schließlich glaubt kaum noch jemand, dass neue Kohlekraftwerke wirklich CO2 sparen.

Christa Thoben regt sich über die Unfähigkeit der Konzerne vor allem deshalb auf, weil die Energiewirtschaft für sie die Schlüsselbranche der Zukunft bleibt. „Da entscheidet sich, ob Deutschland ein Industrieland bleibt“, glaubt die Wirtschaftsministerin, die natürlich ein besonderes Interesse an diesen Fragen hat, weil Nordrhein-Westfalen fast 50 Prozent des Stroms für die gesamte Republik liefert – unter anderem aus umstrittenen Braunkohlekraftwerken.

Doch egal in welches Unternehmen Thoben schaut – überall läuft es eckig. Bei EnBW haben die Eigentümer den Konzernboss ins Abseits geschoben – Utz Claassen wird demnächst seinen Posten räumen, dessen Nachfolger Hans Peter Villis gilt als stiller Technokrat. Bei Vattenfall gibt es gleich mehrere Baustellen: Auf der einen Seite hat der Konzern nach den Reaktorstörfällen jegliches Vertrauen in der Öffentlichkeit verspielt, außerdem verfolgt Lars Göran Josefsson auf dem Chefposten eine eigenwillige Strategie. Als Berater von Angela Merkel lässt er sich für harte Vorgaben bei der Klimapolitik feiern, gleichzeitig liefern die Vattenfall-Braunkohlekraftwerke in Ostdeutschland den Löwenanteil des Gewinns der schwedischen Mutter.

Als einziger halbwegs stabiler Partner erweist sich gegenwärtig Eon-Chef Wulf Bernotat. Aber der hat nur noch zwei Jahr vor sich. Außerdem haben sich die Eon-Verantwortlichen mit dem geplanten Endesa-Deal selbst beschädigt; weil sie politisch höchst unsensibel mit den Spaniern umgegangen sind, hat Madrid die Tür so fest verschlossen gehalten. „Die haben das erst falsch eingetütet und dann die beleidigte Leberwurst gespielt“, urteilt ein Beobachter aus dem Kreise der Konkurrenten.

Besonders schlimm geht es in diesen Tagen im Essener RWE-Konzern zu. Auf dem Chefposten sitzt noch Harry Roels, sein designierter Nachfolger Jürgen Großmann wird demnächst als Kopilot mit an Bord gehen. Für die Übergangszeit von sechs Monaten haben die beiden aber völlig unterschiedliche Vorstellungen: Roels erwartet, dass Großmann auf Entdeckungstour durch das Unternehmen geht und ihn weiter regieren lässt; Großmann möchte Roels auf Abschiedstour schicken. Weil die Sache nicht ausgestanden ist, graben sich die jeweiligen Lager innerhalb des Unternehmens tief ein. Großmanns Vertraute streuen, dass Roels mit Verkäufen zwar den Aktienkurs beflügelt hat, aber nicht erkennbar sei, welche Zukunft das Unternehmen insgesamt habe. Die Roels-Anhänger wecken hingegen Zweifel daran, dass Großmann die Erwartungen der Analysten erfüllen könne.

In einer solchen Situation brauchte das Unternehmen einen starken Aufsichtsratschef, doch Thomas Fischer ist durch die West LB-Affäre und seinen erzwungenen Abgang so geschwächt, dass die Eigentümer längst über seine Abberufung nachdenken. Nach Lage der Dinge muss Großmann schneller an Bord und wird Fischer seinen Posten räumen müssen. Wenn das nicht gelingt, kann Wirtschaftsministerin Thoben ihre angedachte Initiative für die Energiewirtschaft wohl vergessen.Jürgen Zurheide

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