Energiemarkt : Ukraine schlägt im Gasstreit Vermittlungskomitee vor

Wie wäre es mit einem externen Vermittler? Die Ukraine hat im Gasstreit mit Russland ein Komitee ins Spiel gebracht. Am Verhandlungstisch sollen neben den beiden betroffenen Ländern Vertreter europäischer Gaskunden sitzen.

Vaclav Klaus Foto: AFP
Vaclav Klaus schätzt nur die tschechische Flagge. -Foto: AFP

KiewIm erbitterten Gasstreit mit Russland hat der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko die Schaffung eines Vermittlungskomitees zur Beilegung des Konflikts angeregt. Juschtschenko habe vorgeschlagen, eine Kommission aus Vertretern beider Konfliktparteien und mit Repräsentanten der europäischen Gaskunden solle die Gründe des Streits analysieren und Vorschläge zu seiner Beilegung erarbeiten, erklärte der Pressedienst des Präsidenten am Mittwoch. Juschtschenko habe diese Vorschläge seinem russischen Kollegen Dmitri Medwedew in ihrem Telefonat unterbreitet. Zudem habe er Medwedew zugesichert, dass die Ukraine bereit sei, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um den Transit russischen Erdgases zu gewährleisten.

Medwedew hatte nach russischen Angaben in dem Telefongespräch die Bedingungen Moskaus für die Wiederaufnahme der gestoppten Gaslieferungen über die Ukraine genannt. Unter anderem hatte er verlangt, dass die Gaszufuhr von internationalen Beobachtern kontrolliert wird. Zudem müsse die Ukraine umgehend ihre Schulden für frühere Gaslieferungen begleichen und künftig anstelle der bisherigen Vorzugstarife den marktüblichen Gaspreis an Russland zahlen.

Der anhaltende Gasstreit hat zu massiven Lieferausfällen in mehreren EU-Ländern geführt. Bulgarien, Polen, die Slowakei und Ungarn riefen wegen Versorgungsengpässen bereits den Notstand aus. (mhz/AFP)

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