Wirtschaft : EU-Beitrittskandidaten auf dem Weg zum Euro

Die 13 Länder, die in den nächsten Jahren der EU beitreten wollen, sind in der Währungs- und Finanzpolitik bereits auf dem Weg nach Europa. Die Europäische Zentralbank (EZB) will die Länder auf diesem Weg auch aus eigenem Interesse unterstützen. Denn mittelfristig werden die Staaten im Osten und Süden Europas auch Teil der Europäischen Währungsunion (EWU) und damit auch ein Faktor für die Stabilität des Euro. "Die meisten Länder können erhebliche Fortschritte in Richtung makroökonomischer Stabilität vorweisen", schreibt die EZB in ihrem jüngsten Monatsbericht. Vor einem Beitritt müssten die Kandidatenländer die Unabhängigkeit ihrer Zentralbank sicherstellen, den Kapitalverkehr liberalisieren und ihre Gesetze so ausrichten, dass die Bedingungen für stabile Bankensysteme und Finanzmärkte gewährleistet seien. Schon mit ihrem Beitritt zur EU und noch vor der Einbindung in den Euroraum werden die Zentralbanken der neuen Mitgliedsstaaten Teil des Eurosystems, die Präsidenten dieser Banken sitzen dann im erweiterten Rat der EZB.

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