Wirtschaft : Euro: Speisen außer Haus teurer

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Das Gaststättengewerbe hat einer gestern veröffentlichten Studie der Verbraucherzentralen zufolge die Preise mit der Währungsumstellung teilweise "großzügig nach oben angepasst". Zwischen Dezember und Januar wurden 216 Angebotspreise in mehreren Städten verglichen und dabei 128 Erhöhungen festgestellt, die der Studie zufolge einen Bezug zur Euroeinführung vermuten lassen. Gesenkt wurden dagegen nur die Preise für 32 geteste Produkte. Als einen bundesweiten Trend bezeichnete Projektleiterin Karin Kuchelmeister die Ergebnisse. "Mit unseren Stichproben im Dezember erreichten wir ähnliche Werte wie letztlich das statistische Bundesamt."

Marc Schnerr von der Vereinigung deutscher Hotel- und Gaststättengewerbe schloss eine Preisanpassung im Gaststättengewerbe ebenfalls nicht aus, bezeichnete die Studie drei Wochen nach der Euro-Umstellung jedoch als "nicht repräsentativ". Eine Erhöhung im Zuge des Währungswechsels sei für Schnerr zudem nachvollziehbar. Er nannte aber nicht den Euro selbst als Grund. Zum Einen hätten die Gastronomen die ohnehin fällige Neugestaltung von Speisekarten zum 1. Januar für eine schon länger geplante Preiserhöhung abgewartet. Zum Anderen wirkten sich auch die gestiegenen Energiekosten auf die Betriebskosten aus. Dies gelte ebenso für die Hotellerie.

Informationen über Preisanpassungen bei Zimmerpreisen liegen Schnerr nicht vor. Ein teilweises auf- statt abrunden sei aber nicht auszuschließen. Dies habe laut dem Berliner Verbandsgeschäftsführer Karl Weißenborn vorerst aber keine Auswirkungen auf den Verbraucher. Denn wegen der geringen Nachfrage lägen die Angebote Anfang des Jahres traditionell "weit unter dem Normalpreis".

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