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Euroraum : EZB lässt Leitzins auf Rekordtief von null Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Das beschloss der Rat der Notenbank am Donnerstag in Frankfurt, wie die EZB mitteilte.

Die EZB bestätigte zudem, dass ihre Schlüsselzinsen weit über die Zeit der Anleihenkäufe hinaus auf dem derzeitigen Niveau liegen werden.
Die EZB bestätigte zudem, dass ihre Schlüsselzinsen weit über die Zeit der Anleihenkäufe hinaus auf dem derzeitigen Niveau liegen...Foto: dpa/ Daniel Reinhardt

Die Europäische Zentralbank hat ihren geldpolitischen Ausblick beibehalten. Die EZB hielt dabei nach Angaben vom Donnerstag an der Option fest, im Notfall ihr billionenschweres Anleihen-Kaufprogramm hinsichtlich Umfang und/oder Dauer auszuweiten. Die Euro-Wächter erwerben seit März 2015 Staatsanleihen und andere Wertpapiere - aktuell monatlich für 60 Milliarden Euro.

EZB-Präsident Mario Draghi hat eine Diskussion über die Zukunft der inzwischen auf 2,28 Billionen Euro angelegten Anleihenkäufe für Herbst angekündigt. „Wahrscheinlich wird der Großteil der Entscheidungen im Oktober getroffen“, sagte Notenbank-Präsident Mario Draghi nach der Sitzung des EZB-Rates am Donnerstag in Frankfurt. Das höchste Entscheidungsgremium der Notenbank kommt am 26. Oktober zu seiner nächsten geldpolitischen Sitzung zusammen. Das Programm läuft Ende Dezember aus. Somit bleibt nicht viel Zeit, die Anleger an den Börsen darauf vorzubereiten, wie es mit den Transaktionen danach weitergehen soll.

Die EZB bestätigte zudem, dass ihre Schlüsselzinsen weit über die Zeit der Anleihenkäufe hinaus auf dem derzeitigen Niveau liegen werden. Die Möglichkeit noch tieferer Zinsen hatte die Notenbank bereits im Juni aus ihrem Ausblick gestrichen. Der Leitsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld liegt seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Der sogenannte Einlagensatz steht sogar bei minus 0,4 Prozent. Banken müssen also Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht Geld bei der Notenbank parken. (Reuters)

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