Wirtschaft : EZB-Entscheidung war erwartet worden, aber gute US-Wirtschaftsdaten drücken die Aktienkurse

Die Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank war zwar an den deutschen Börsen erwartet worden, dennoch wirkte sich der Zinsanstieg negativ auf die Kurse aus. Mehr gespannt war man an den Märkten hingegen auf die neuesten US-Konjukturdaten. Am frühen Nachmittag gab das US-Arbeitsministerium dann bekannt, dass die Arbeitskosten im ersten Quartal um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal und um 4,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 1999 gestiegen seien. Analysten hatten im Durchschnitt nur mit einem Plus der Arbeitskosten von 0,9 Prozent gerechnet. Allerdings stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den USA nach ersten Schätzungen des US-Handelsministeriums im ersten Quartal "nur" um real 5,4 Prozent. Dies war weniger als die Schätzung von Analysten in Höhe von 5,9 Prozent. Dennoch sank der Dow-Jones-Index für 30 Industrieaktien in der ersten Handelsstunde an der Wall Street um 164,74 auf 10 780,76 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor im frühen Handel 78,98 Zähler auf 3551,11. In Deutschland wurden die Kurse in der Folge weiter gedrückt. Der Dax schloss schließlich bei 7221,74 (Vortag 7388,55) Punkten. Der Nemax-50, der die Entwicklung am Neuen Markt repräsentiert, verlor 119,80 Zähler und schloss mit 6836,99 Punkten.

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