Börse : Dax sorgt für "nervöses Handeln"

Eine Erholung auf dem deutschen Aktienmarkt ist noch nicht in Sicht. Auch heute setzte der Dax seinen Sturzflug fort. Keine rosigen Aussichten für die Börsianer.

Dax Foto: ddp
Der Dax sinkt munter weiter und sorgt für Panik an der Börse. -Foto: ddp

Frankfurt/MainNach einem positiven Start haben die deutschen Aktienindizes gegen Mittag wieder ins Minus gedreht. Für den Dax ging es bis zum Mittag um 2,89 Prozent nach unten auf 6573 Zähler. Zwischenzeitlich hatte der Leitindex 1,7 Prozent gewonnen. Der MDax hielt sich hingegen im Plus mit einem Aufschlag von 0,37 Prozent auf 8279 Punkte - in der Spitze war er bis auf 8463 Punkte gestiegen. Der TecDax gab nach einem Zwischenspurt mit einem Plus von 4 Prozent zuletzt wieder um 0,61 Prozent auf 746,38 Zähler nach. "Wir sehen weiterhin einen nervösen Handel", sagte ein Börsianer.

Zudem ließen die Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wohl die Hoffnungen einiger Marktteilnehmer auf eine Zinssenkung platzen. Am Morgen hatte es Spekulationen gegeben, dass die EZB genau wie die US-Notenbank Fed ihren Leitzins senkt.

Aktien von Infineon standen nach enttäuschenden Zahlen der Speicherchip-Tochter Qimonda mit einem Minus von 6,00 Prozent auf 6,11 Prozent besonders unter Druck. Der anhaltende Preisverfall bei Speicherchips hat Qimonda im abgelaufenen ersten Geschäftsquartal noch tiefer in die Verlustzone gezogen. MAN-Papiere verloren nach einem negativen Analystenkommentar 5,00 Prozent auf 79,09 Euro. Der europäische Nutzfahrzeug-Markt werde 2008 voraussichtlich seinen Höhepunkt erreichen und 2009 um 7,5 Prozent schrumpfen, hieß es bei der UBS. Zunächst dürfte MAN aber starke Ergebnisse vorlegen.

Papiere der Rückversicherer zeigten sich nach anfänglicher Kursstärke uneinheitlich: So gaben die Aktien der Münchener Rück unterdurchschnittlich 1,09 Prozent auf 112,69 Euro ab, während die der Hannover Rück als einer der Favoriten im MDax um 3,00 Prozent auf 27,81 Euro kletterten. Die Holdingfirma des US-Multimilliardärs Warren Buffett, Berkshire Hathaway, stieg beim weltgrößten Rückversicherer Swiss Re ein. Das stütze auch die deutschen Konkurrenten, sagte ein Händler. (hu/dpa)

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