Börse : DAX weiterhin auf Talfahrt

Auch wenn sich der deutsche Aktienindex im Verlauf des heutigen Tages erholen konnte: anfällig für negative Nachrichten bleibt er immer noch. Grund für die vorläufige Stabilisierung war unter anderem der jüngste Preisrückgang bei US-Rohöl.

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Schlechte Nachrichten für den Dax: Bis 2009 sollen Immobilienpreise weiterhin fallen. -Foto: ddp

Frankfurt/MainBelastet von herben Kursverlusten hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag schwach geschlossen. Nachdem das Tagestief bei 6226,74 Punkten gelegen hatte, erholte sich der DAX im Tagesverlauf und schloss mit 6304,41 Punkten ab. Der MDAX mittelgroßer Werte verlor 2,12 Prozent auf 8408,58 Punkte. Der TecDAX sackt um 2,73 Prozent auf 734,85 Zähler.

Die leichte Erholung des DAX im Tagesverlauf begründeten Händler unter anderem mit positiv aufgefassten Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke. Dieser plant, den börsennotierten US-Unternehmen weitere Liquiditätsinstrumente zur Verfügung zu stellen. Auch die Entspannung am Ölmarkt habe die Kurse gestützt, sagten Händler. Zuletzt rutschte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung auf 136,46 Dollar. Händler erklären den aktuellen Preisrutsch mit der Aussicht auf steigende Ölreserven in den USA.

Die deutschen Bankwerte waren bereits zu Handelsbeginn unter Druck geraten, nachdem am Vorabend in den USA die Titel der US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac abgestürzt waren. Auslöser hierfür waren Händlern zufolge Aussagen der Präsidentin der regionalen US-Notenbank von San Francisco, Janet Yellen, wonach sich der Rückgang der Immobilienpreise noch bis weit in das Jahr 2009 fortsetzen dürfte. Im DAX sank der Kurs der Hypo Real Estate (HRE) um 3,41 Prozent auf 15,85 Euro. Die Aktien der Deutschen Bank verloren 2,58 Prozent auf 53,15 Euro, die Titel der Commerzbank-Titel fielen um 1,65 Prozent auf 18,53 Euro. "Die Finanztitel stehen noch immer im Bann der Finanzmarktkrise und sacken bei negativen Nachrichten sofort drastisch ins Minus", sagte ein Aktienhändler. (fg/dpa)

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