So war der Tag : Dax stabil

Der Deutsche Aktienindex Dax hält sich zum Wochenende deutlich über der 4000er Marke. Bis zum Handelsschluss gewann der Index 0,6 Prozent auf 4068 Zähler. Der M-Dax der mittelgroßen Werte notierte praktisch unverändert auf dem Niveau des Vortages bei 4407 Zählern. Der Technologiewerte-Index Tec- Dax stieg um 0,8 Prozent auf 437 Punkte.

Die Stimmung blieb aber angeschlagen. Nach der neuen Kapitalspritze der Fed drückten nun Inflationssorgen die Stimmung. „Die Börsen hatten im Vorfeld des Fed-Entscheids so stark zugelegt, dass jetzt erst einmal die Luft raus ist“, sagte ein Händler. Positiv sei, dass sich der Dax über 4000 Punkten halte. „Die große Frage ist nun, ob wir die Bärenmarktrally womöglich schon hinter uns haben.“ In den vergangenen zwei Wochen hat der Dax fast zehn Prozent zugelegt.

Unternehmensnachrichten waren am Freitag Mangelware. Bayer-Titel legten an der Dax-Spitze um 11,3 Prozent zu. Der Chemie- und Pharmakonzern kommt bei der Zulassung von „Xarelto“ auf dem weltgrößten Pharmamarkt USA voran: Ein Expertengremium der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA stimmte zugunsten des Thrombosemittels. Aktien von Thyssen-Krupp gaben hingegen um 1,3 Prozent nach. Der Industriekonzern stößt beim geplanten Verkauf der Tochter Industrial Services laut einem „Handelsblatt“-Bericht auf Schwierigkeiten. Einen Bericht der „Financial Times Deutschland“, wonach der Abbau von 3000 Arbeitsplätzen in dem Konzern geplant sei, wollte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage nicht bestätigen. Hohe Kursabschläge verbannten die Aktien von Infineon zeitweise auf den letzten Platz im Leitindex. Ein Analyst verwies darauf, dass die Aktien des Halbleiterherstellers zwischen Montag und Donnerstag dieser Woche knapp 46 Prozent hinzugewonnen haben, was Gewinnmitnahmen wahrscheinlich mache. Zudem wechselt das Papier am kommenden Montag vom Dax in den Tec-Dax. Die Meldung, dass Infineon wieder mehr Aufträge bekommt und im Dresdner Werk gut ausgelastet ist, verpuffte am Markt. Am Ende schloss die Aktie auf dem Niveau des Vortages.

Auf den Verkaufslisten standen auch Finanzwerte, allen voran die Papiere der Deutschen Bank. Sie büßten rund 2,4 Prozent ein, allerdings hatten sie allein in den vergangenen zwei Wochen rund 50 Prozent zugelegt.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,88 (Vortag: 2,91) Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,02 Prozent auf 122,89 Punkte nach. Der Bund Future gewann 0,33 Prozent auf 124,35 Punkte. Der Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3549 (1,3671) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7381 (0,7315) Euro. Tsp

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