So war der Tag : Der Optimismus kehrt zurück

Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch zugelegt und von einem wieder zunehmenden Konjunkturoptimismus profitiert.

Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch zugelegt und von einem wieder zunehmenden Konjunkturoptimismus profitiert. Auslöser waren starke Wirtschaftsdaten aus China, die in ganz Europa für steigende Kurse sorgten. Die Industrieproduktion in China verzeichnete im abgelaufenen Monat den stärksten Anstieg seit März 2008. Der deutsche Leitindex Dax näherte sich daraufhin erneut der 5700-Punkte-Marke und stieg bis Handelsschluss um ein Prozent auf 5668 Zähler. Der M-Dax gewann 1,3 Prozent auf 7282 Zähler. Der Tec-Dax rückte bis Börsenschluss um ein Prozent auf 760 Punkte vor.

„Der Konjunkturoptimismus nimmt wieder zu“, sagte Marktstratege Thilo Müller vom Fondsberater MB Fund Advisory. „Das zeigt sich auch daran, dass heute vor allem zyklische Aktien wie BASF oder Thyssen-Krupp gefragt sind. Nur K+S fallen da aus der Reihe.“ Zudem sorge Eon als Dax-Schwergewicht für weiteren Auftrieb im Leitindex. Nach der Bilanzvorlage des größten deutschen Energiekonzerns und einer leicht angehobenen Jahresprognose stiegen Eon-Aktien um 1,2 Prozent auf 27,25 Euro. Die Anteilsscheine von BASF profitierten mit 1,6 Prozent und die von ThyssenKrupp mit zwei Prozent von der Hoffnung auf eine Verbesserung der Wirtschaftssituation. Die Titel des Düngemittelproduzenten K+S dagegen wurden von einer negativen Studie belastet und büßten als Dax-Schlusslicht 1,9 Prozent auf 37,85 Euro ein.

Mit Käufen reagierten die Anleger im Tec-Dax auf den Zwischenbericht von Centrotherm und katapultierten die Aktien um 6,8 Prozent nach oben auf 33,90 Euro. Der für die Solarbranche produzierende Anlagenbauer überraschte mit einem zuversichtlichen Ausblick. Übernahmegerüchte trieben die Aktien von Solarworld um bis zu drei Prozent hoch. Solarworldchef Frank Asbeck erklärte jedoch, das Unternehmen stehe nicht zum Verkauf. Die Aktien gaben darauf wieder leicht nach und notierten am Abend 1,2 Prozent höher bei 14,30 Euro.

Freenet-Titel verloren nach der Bilanzvorlage 1,6 Prozent auf 9,07 Euro. Unterm Strich war im dritten Quartal nur noch ein Gewinn von 2,1 Millionen Euro nach 140 Millionen im Vorjahr geblieben. Die Zahl der Kunden schrumpfte um 2,35 Millionen auf 17,6 Millionen.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,06 (Dienstag: 3,02) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,03 Prozent auf 123,53 Punkte. Der Bund Future sank um 0,09 Prozent auf 121,61 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,5037 (Dienstag: 1,4966) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6650 (0,6682) Euro.Tsp

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