So war der Tag : Dow und Dax brechen ein

Die Rettungspläne der US-Regierung für den Bankensektor haben die Börsen am Dienstag enttäuscht. Nach Bekanntgabe des Maßnahmenpakets atmeten die Aktienmärkte in den USA und Europa nur kurz durch, um dann ihre Verluste auszuweiten. Die Investoren befürchten, dass die Pläne zur Bekämpfung der Finanzkrise und zur Belebung der Konjunktur nicht ausreichen könnten. Der US-Aktienmarkt ist nach Bekanntgabe des neuen Rettungspakets der Regierung eingebrochen. Der Leitindex Dow Jones stürzte am Dienstag um über vier Prozent auf 7888 Punkte ab. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um vier Prozent auf 1229 Punkte.

Nach fünf Handelstagen mit Kursgewinnen in Folge fiel der deutsche Leitindex Dax bis zum Handelsschluss um 3,5 Prozent auf 4505 Punkte. Der M-Dax verlor 3,8 Prozent auf 5267 Zähler. Der Tec-Dax gab um 2,5 Prozent auf 496 Punkte nach.

Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank sagte: „Der Boden für eine nachhaltige Erholung an den Aktienmärkten ist noch nicht bereitet und das Vertrauen noch zu brüchig.“ Das habe auch der wirtschaftliche Einbruch in der deutschen Paradebranche Maschinenbau gezeigt. „Der berührt die zyklische deutsche Volksseele an ihrem empfindlichsten Punkt. MAN und Co. zeigen dies heute deutlich.“ Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hatte angesichts massiver Einbrüche bei den Auftragseingängen seine Prognose für 2009 gekippt. Die Branche rechnet nun mit einem Rückgang der Produktion um sieben Prozent, nachdem bislang ein stabiler Verlauf erwartet worden war. Die Aktien des Nutzfahrzeug- und Maschinenbauers MAN gaben um 5,9 Prozent nach. Auch die Vorlage von Bilanzen brachte die Kurse in Bewegung. Eon-Aktien verloren nach überraschend vorgelegten Zahlen zuletzt 2,5 Prozent. BASF-Titel kamen infolge enttäuschender Ciba-Zahlen unter Druck und verloren 4,8 Prozent. Schlusslicht im Dax war die Aktie von Infineon mit einem Minus von 7,1 Prozent

Der Handelskonzern Douglas bekam die zunehmende Kaufzurückhaltung der Verbraucher im ersten Geschäftsquartal zu spüren. Vor allem im Ausland lief das Geschäft mit Kosmetika und Parfüm weniger rund – die Aktien verloren 3,4 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,05 (Vortag: 3,08) Prozent. Der Rentenindex stieg dagegen um 0,05 Prozent auf 120,77 Punkte. Der Bund Future gewann 0,40 Prozent auf 122,21 Punkte. Der Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2967 (1,3008) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7712 (0,7688) Euro. Tsp

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