Spekulationsskandal : Gefeuerter Händler will Société Générale verklagen

Er soll bei der französischen Großbank Société Générale Milliarden verspekuliert haben: Der Händler Jerôme Kerviel verlor in der Folge seinen Job. Nun klagt er gegen seine Entlassung - die sei nicht gerechtfertigt, findet Kerviel.

Kerviel Entlassung
Jerôme Kerviel bei seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft. -Foto: dpa

LondonDer wegen der Spekulationsaffäre bei der französischen Großbank Société Générale gefeuerte Händler Jerôme Kerviel will seinen früheren Arbeitgeber einem Zeitungsbericht zufolge verklagen. Kerviel wolle wegen ungerechtfertigter Entlassung vor Gericht ziehen, berichtete die britische Zeitung "The Times" am Donnerstag in ihrer Online-Ausgabe. Er begründe dies damit, dass die Bank ihm keine Fehler habe nachweisen können. Zum einen seien die Verluste der Bank Kerviel zufolge erst aufgetreten, nachdem die Société Générale versucht habe, seine Spekulationen zu entwirren. Zum anderen habe die Bank nach französischem Arbeitsrecht Gespräche mit Kerviel über die Beendigung seines Vertrags führen müssen.

Kerviel soll der französischen Bank durch ungenehmigte Spekulationen einen Schaden von knapp fünf Milliarden Euro zugefügt haben. Gegen ihn wird wegen Fälschung, Eindringens in eine Computerdatensystem und Vertrauensmissbrauchs ermittelt. Mitte März war Kerviel aus der Untersuchungshaft unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Er muss nun im Raum Paris bleiben und darf nicht mit Finanzprodukten handeln. (mhz/AFP)

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