Wall Street : Dow Jones im freien Fall

An der Börse in New York kracht es erneut: Der US-Leitindex Dow Jones fällt erstmals seit fünf Jahren unter 9000 Punkte. Das ist der siebte Tag in Folge mit massiven Verlusten. Und auch an den anderen Handelsplätzen gab es keinen Grund zur Freude.

Händler
Börsenhändler in New York. -Foto: dpa

New YorkDramatischer Ausverkauf an den US-Börsen: Trotz massiver staatlicher Rettungsversuche haben die amerikanischen Aktienmärkte am Donnerstag ihre steile Talfahrt am siebten Tag in Folge nochmals schwindelerregend beschleunigt. Der weltweit bekannteste Leitindex Dow Jones stürzte weit unter die Marke von 9000 Punkten - erstmals seit fünf Jahren.

Auf den Tag genau vor einem Jahr hatte der Index mit 30 großen US-Werten seinen bisherigen Rekordschlussstand von 14.164,53 Punkten erreicht. Seither verlor er damit rund 40 Prozent. Nach vorläufigen Schlussangaben brach der Dow Jones am Donnerstag um 7,33 Prozent auf 8579,19 Punkte ein.

Der S&P-500-Index stürzte um 7,60 Prozent auf 910,13 Punkte ab. Der Nasdaq-Index verlor 5,47 Prozent auf 1645,12 Punkte. Die Rentenmärkte tendierten ebenfalls deutlich schwächer. Der Euro notierte praktisch unverändert bei 1,3673 Dollar nach 1,3667 am Vortag.

Auch Dax fällt weiter

Auch anderorts sieht die Lage kaum besser aus: Die Beruhigungsspritze der wichtigsten Notenbanken zeigt weiterhin kaum Wirkung. Nach der gemeinsamen Leitzinssenkung fielen die weltweiten Börsen am Donnerstag erneut. Der wichtigste deutsche Börsenindex Dax zeigte sich erst stabil und drehte dann in der letzten Handelsstunde deutlich ins Minus. Er sank um 2,53 Prozent auf 4887,00 Zähler.

Der Euro-Stoxx 50, der die größten europäischen Unternehmen umfasst, lag zeitweise bei knapp zwei Prozent im Plus, drehte dann aber auch in die Verlustzone. Zu den Gewinnern an der Frankfurter Börse zählten überraschenderweise Bankaktien: Papiere der Commerzbank und der Hypo Real Estate stiegen um die 10 Prozent. Analysten erklärten die Kursgewinne vor allem mit einer Gegenbewegung wegen der vorausgegangen Einbrüche.

Im vom Staatsbankrott bedrohten Island wurde der Wertpapierhandel bis Montag komplett ausgesetzt. Der Betreiber der isländischen Börse in Reykjavik begründete den Handelsstopp mit der "ungewöhnlichen Marktsituation" auf der Atlantikinsel. Die Regierung musste nacheinander die drei größten Geldhäuser verstaatlichen. (ck/dpa/AFP)

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