Wirtschaft : Flexibler Arbeitsmarkt soll Aufbau Ost beleben

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Berlin (avi). Damit mehr ausländische Unternehmen in den neuen Bundesländern investieren, sollte dort der Arbeitsmarkt stärker dereguliert werden, fordert die Investitionsgesellschaft IIC. Hans Christoph von Rohr, bisher Chef des für die Gewinnung ausländischer Investoren in Ostdeutschland zuständigen Industrial Investment Council (IIC), sagte, die Stärke der neuen Länder sei zum einen die hohe Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter. Hinzu kämen Arbeitskosten, die etwa 25 bis 30 Prozent unter westdeutschem Niveau lägen. Es sei ein Vorteil, dass sich die meisten Unternehmen „aus den Zwängen der Tarifverträge“ gelöst hätten. Ein gelockerter Kündigungsschutz, so von Rohr, würde Ostdeutschland für Investoren noch interessanter machen und könnte den Standort zum Vorbild für ganz Deutschland machen. Von Rohr, der Anfang August in den IIC-Aufsichtsrat wechselte, präsentierte den früheren ABB-Deutschland-Chef Horst Dietz als seinen Nachfolger. Seit 1997 verhandelte der IIC eigenen Angaben zufolge mit 558 potenziellen Investoren. Davon führten 86 Projekte zu einer Investition in den neuen Ländern. Insgesamt flossen 4,2 Milliarden Euro, die etwa 20 000 direkte Arbeitsplätze schufen. Bis 2004 ist die Existenz des von Bund und Ländern getragenen IIC gesichert.

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