Wirtschaft : Fresenius besorgt Geld fürHelios-Kauf

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Berlin Zur Finanzierung der geplanten Helios-Übernahme will sich der Gesundheitskonzern Fresenius über eine Kapitalerhöhung rund 840 Millionen Euro an neuen Mitteln beschaffen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt am Main mit. Wichtigster Standort des Fuldaer Klinikkonzerns Helios ist Berlin.

Die Kapitalerhöhung kommt nicht überraschend, nur die Details waren noch offen. Darum reagierte die Aktie auch nur wenig auf die Nachricht. Fresenius hatte vor gut einer Woche angekündigt, Helios zum Preis von 1,5 Milliarden Euro zu übernehmen, um damit seine Kliniksparte zu stärken. Damit entstünde der nach Asklepios zweitgrößte Klinikkonzern Deutschlands. Helios ist in Berlin sehr präsent: 2001 kaufte der Konzern das städtische Krankenhaus in Buch, vor einem Jahr übernahm er auch die Zentralklinik Emil von Behring in Zehlendorf. Helios beschäftigt in der Stadt 3400 Mitarbeiter und versorgt jährlich rund 60000 stationäre Patienten.

Bei der geplanten Kapitalerhöhung will Fresenius je 4,7 Millionen Stamm- und Vorzugsaktien ausgeben. Der Bezugspreis betrage mindestens 86 Euro je Stammaktie und 93 Euro je Vorzugsaktie. Das Bezugsverhältnis für Altaktionäre beträgt neun zu zwei. Der Klinikbetreiber rechnet mit einem Bruttoerlös von rund 840 Millionen Euro.

Schon jetzt steht fest, dass sich die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung an der Kapitalerhöhung mit 100 Millionen Euro beteiligen wird. Sie hält bereits 67 Prozent der Fresenius-Anteile und wird auch in Zukunft die Mehrheit der Stimmrechte auf sich vereinen. Auch die Großaktionäre Allianz und WestLB wollen nach Angaben von Fresenius die Kapitalerhöhung mittragen. Die Bezugsfrist läuft vom 17. bis 30. November. pet

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