Wirtschaft : Fritz-Card sichert Arbeitsplätze

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Trotz sinkender Umsätze hat die Berliner AVM Computersysteme GmbH ihre Mitarbeiterzahl im vergangenen Jahr um 30 auf 480 gesteigert. Der Umsatz sei im gleichen Jahr von AVM sei um 14 Millionen Euro auf 170 Millionen Euro gefallen, sagte Johannes Nill, Geschäftsführer des Herstellers von ISDN-Karten für Personal Computer (PC) am Dienstag. Das Betriebsergebnis wurde nicht genannt. Ein Firmensprecher sagte dem Tagesspiegel aber, dass AVM schwarze Zahlen schreibe.

Den Umsatzrückgang begründet AVM mit der allgemeinen Schwäche des PC-Marktes. Technologisch geprägt worden sei das Geschäftsjahr von der Entwicklung bei den Hochgeschwindigkeits-Internet-Zugängen per DSL-Technik und den Bluetooth-Produkten, die kabellose Kommmunikationstechnik ermöglichen. Diese Technik sei erst seit kurzem im Handel; Nill erwartet deshalb für das laufende Jahr einen nennenswerten Umsatzanstieg.

Bekannt geworden ist AVM als Hersteller der so genannten Fritz-Card, einer ISDN-Karte für den PC. Auf die Weiterentwicklung dieses Produktes setzt das Berliner Unternehmen seine Hoffnungen, zumal das ISDN-Geschäft in der sich insgesamt schlecht entwickelnden Informationswirtschaft eine Ausnahmestellung einnimmt. ISDN erfährt fortwährend ein starkes Wachstum, AVM verweist in diesem Zusammenhang besonders auf die Wachstumsmärkte in Osteuropa. Für die DSL/ISDN-Technik hat AVM eine kombinierte Karte entwickelt, die Fritz-Card DSL. Auch den Bluetooth-Bereich bedienen die Berliner mit einer speziellen Blue-Fritz-Card, für kabelloses Surfen im Internet per ISDN.

Nach eigenen Angaben ist AVM mit rund 50 Prozent Marktführer bei den ISDN-PC-Controllern in den Ländern der Europäischen Union. Alleine in Deutschland liege der AVM-Marktanteil bei 65 Prozent. Auch in Polen und Tschechien konnte sich AVM nach einem Jahr als lokaler Marktführer etablieren.

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