Wirtschaft : Für den Präsidenten von Mitsubishi Motors ist der Einstieg ein Glücksfall

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Für Katsuhiko Kawasoe den Präsidenten von Mitsubishi Motors, ist der Einstieg von DaimlerChrysler in den von ihm geführten japanischen Autokonzern ein Glückfall. Seit einem Jahr sucht der 64-Jährige nach möglichen Kooperationspartnern. Doch während viele japanische Konkurrenten sich erfolgreich ausländische Partner suchten, fand Kawasoe zunächst keinen passenden Verbündeten. Auf einer mehrstündigen Krisensitzung erteilte ihm der Vorstand am vergangenen Mittwoch umfassende Vollmachten für die Verhandlungen mit DaimlerChrysler - ein überraschender Vertrauensbeweis der auf kollektive Entscheidungen getrimmten Japaner.

Der 1997 zum Unternehmens-Präsidenten ernannte Kawasoe hat schon früher mit einigen alten Strukturen in Japans viertgrößtem Autokonzern aufgeräumt. So verkündete er im Herbst des vergangenen Jahres massive Stellenstreichungen. Damit belastete er die enge Firmen-Mitarbeiter-Bindung, die in japanischen Firmen herrscht. Der aus der Präfektur Kagoshima im Süden des Landes stammende studierte Wirtschaftswissenschaftler begann seine Karriere 1961 in der Mitsubishi Heavy Industries, der Muttergesellschaft des Autoherstellers.

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