• Für die Berliner Bank stehen die Käufer bereits Schlange Die Bankgesellschaft muss das Institut bis Ende 2006 abgeben

Wirtschaft : Für die Berliner Bank stehen die Käufer bereits Schlange Die Bankgesellschaft muss das Institut bis Ende 2006 abgeben

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(dr). In Berlin melden sich alte Bekannte wieder. Die USInvestoren Christopher Investoren Flowers von der Texas Pacific Group und Roger Orf von Lone Star sollen bereits Interesse an der Berliner Bank bekundet haben.

Noch stehen die genauen Bedingungen nicht fest, klar ist aber: Die EU-Kommission unter Wettbewerbskommissar Mario Monti wird der Bankgesellschaft Berlin in Kürze die Auflage machen, sich bis Oktober 2006 von der Berliner Bank zu trennen. Nur unter dieser Bedingung ist Monti bereit, die staatlichen Hilfen für die Bankgesellschaft – eine Kapitalerhöhung um 1,75 Milliarden Euro und die Risikoabschirmung in Höhe von 21,6 Milliarden Euro – zu genehmigen. Ohne diese Hilfen aber könnte die Bankgesellschaft nicht überleben.

Wir wissen nicht, was die Kommission genau von uns fordern wird, heißt es bei der Bankgesellschaft. Bis die Bedingungen klar sind, will man dort keine Stellungnahme abgeben. Klar ist aber, das bis heute gültige Sanierungskonzept der Bankgesellschaft sah vor, das Privat- und das Firmenkundengeschäft von Berliner Sparkasse und Berliner Bank zusammenzuführen. Dies sollte Synergieeffekte von 35 Millionen Euro bringen. Unsicher ist auch, ob nur die Filialen und die Kunden der Berliner Bank abgeben werden müssen, und die Verwaltung (Back Office) womöglich bei der Bankgesellschaft verbleibt. Der Konzern hätte dann plötzlich wieder zu viele Mitarbeiter an Bord.

Doch die Investoren haben sich schon mal zu Wort gemeldet. Christopher Flowers habe in Berlin vorgesprochen, bestätigt ein Sprecher des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit. Der Chef der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam, Walter Schubert, hatte sich bereits vor Wochenfrist zu Wort gemeldet, und erklärt, er sei an einem Kauf der Berliner Bank interessiert. Ebenfalls wiederholt zu Wort gemeldet hatte sich der Vorstandsvorsitzende der Berliner Volksbank, Karl Kauermann. Doch um ihn ist er ruhiger geworden. Der Verband der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken, der die Volksbank mit Millionenbeträgen stützen musste, scheint Vorbehalte zu haben.

Profitieren dürfte auf jeden Fall das Land Berlin. Je mehr potenzielle Käufer für die Berliner Bank sich bei Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD)melden, desto einfacher dürfte es ihm fallen, einen annehmbaren Preis zu erzielen.

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